Eine musikalische Seefahrt - meinanzeiger.de
21. Januar 2014
Heiligenstadt

Eine musikalische Seefahrt

Im Jahr 2012 sind sie das erste Mal mit Seemannsliedern, den sogenannten Shantys aufgetreten. Damals hätte es wohl niemand für möglich gehalten, dass sie innerhalb kürzester Zeit so berühmt werden können. Es geht um die in Flensburg gegründete Musikgruppe „Santiano“. Das Besondere an dieser Gruppe sorgt auch für den nötigen Beliebtheitsgrad und dem damit eng zusammen liegenden Erfolg, nämlich die Vorliebe, die Musikgenres wie traditionelle Volkslieder, Schlager, Irish Folk und Seemannslieder zu vermischen.

Diese Musikrichtung ist ungewöhnlich in der heutigen Zeit, aber die 5 Musiker verbinden diese Genres so gut, dass sie auch das Jungvolk mit ihrer außergewöhnlichen Musik erreichen, gewinnen und behalten. Bereits das erste Album Bis ans Ende der Welt erreichte sofort den 1.Platz der deutschen Albumcharts. Dann im Jahre 2013 durften die nächsten Erfolge gefeiert werden: Die Band gewann den Echo in der Kategorie „Volkstümliche Musik“.

Die eingebrachte Leidenschaft



Es ist beachtenswert, wie die fünf Männer in ihrem vorgeschrittenen Alter mit einer solchen Hingabe singen und ihre Instrumente spielen. Der älteste von Ihnen – Pete Sage – spielt mit seinen 62 Jahren unter anderem noch so begeistert Geige und Mandoline, dass manch junger Kerl ihm nicht das Wasser reichen kann. Außerdem ist er der Mann vom Fach und bringt seinen Kenntnisse mit in die Lieder. Seid über 30 Jahren kennt und liebt er die Seefahrt. Auch die anderen vier Bandmitglieder (Andreas Fahnert, Björn Both, Axel Stosberg, Hans-Timm Hinrichsen) sind schon auf Segelschiffen geschippert oder haben sich in ihrer musikalischen Laufbahn immer wieder zum Wasser hingezogen gefühlt.

Und jetzt dürfen wir uns freuen, dass „Santiano“ zu uns kommt. Am Sonntag, 16.März, 2014 um 19 Uhr wird die Band in der Göttinger Lokhalle ihre Anker lichten und Jedermann mit auf die stürmische Seefahrt nehmen. Ich persönlich freue mich schon tierisch auf die Gruppe. Mein Schatz liebt sie, weiß aber nichts von seinem Glück, es soll eine Überraschung werden! Schon mit den Kindern gemeinsam Musik zu hören und sie zu fördern, war immer das Höchste für uns. Ich finde es toll, dass inzwischen auch Ottonormalverbraucher für seine Kinder günstige Einsteigermodelle kaufen kann, das war zu meinen Zeiten undenkbar. Als ich Flöte lernte, hieß es nur; ganz oder gar nicht. Das war für mich schlimm, ich hätte gerne auch mal in den Gitarren- und Klavierunterricht hinein geschnuppert, aber es gab keine billigen Instrumente zum üben. Na, wie dem auch sei, das Santiano-Konzert wird ein Familienprojekt.

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