13. Februar 2015
Heiligenstadt

Leben mit Schüssler-Salzen – Cathleen Wozniak – Apothekerin in Mühlhausen

Wenn eine Frau schwanger ist oder sich in der Stillzeit befindet und eine Medikamenteneinnahme Auswirkungen auf das Ungeborene oder den Säugling hat, dann sucht sie nach alternativen Mitteln. So erging es Cathleen Wozniak, die von ihrer Hebamme auf homöopathische Therapien und Methoden aufmerksam gemacht wurde. Sie war von dieser Art der Medikation begeistert und hat sich entschieden, eine Ausbildung an sechs Wochenenden im Bereich Homöopathie zu absolvieren. Nachdem die gelernte Apothekerin diese Ausbildung abgeschlossen hatte, erfuhr sie, dass die Gesellschaft für Biochemie und Antlitzanalyse in Kassel eine Ausbildung zur Mineralstoffberaterin anbietet. Auch diese Chance nahm Cathleen Wozniak wahr und darf sich nun Mineralstoffberaterin der Gesellschaft für Biochemie nennen. Sie ist ordentliches Mitglied dieser Gesellschaft, die jährlich eine Mitgliedertagung veranstaltet und Weiterbildungen anbietet.

Der homöopathische Arzt Dr. Wilhelm Heinrich Schüßler ging davon aus, dass Krankheiten entstehen, weil biochemische Prozesse im Körper gestört sind. Ein gestörter Mineralstoffhaushalt, so Dr. Schüßler, sei oftmals die Ursache für die Entstehung von Krankheiten. Fehlt dem Körper nur ein Mineralstoff, so beeinträchtigt dies den gesamten Stoffwechsel. Auf Grund der genannten Tatsache und der Forschungen Schüßlers entwickelte dieser einstmals 12 Salze. Heute geht die Forschung weiter, und es sind mittlerweile 27 Schüßler-Salze, die dem Patienten zur Verfügung stehen. Die ersten zwölf Mineralstoffe sind die Grundbausteine für den Körper, wobei die Nummern 13 bis 27 die Spurenelemente – so genannte Erweiterungsmittel – sind.

Cathleen Wozniak hat selbst sehr gute Erfahrungen mit Schüßler-Salzen gemacht. So hat sie bei sich eine chronische Nasennebenhöhlenentzündung geheilt. „Schüßler-Salze sind kein Wundermittel“, so die Apothekerin. „Sie wirken unterstützend oder vorbeugend, haben aber ihre Grenzen. Ein ausgebildeter Mineralstoffberater, Apotheker oder Heilpraktiker, kann nur an Hand von Gesichtsfärbung, Fältchen oder den vom Patienten genannten Beschwerden feststellen, welche Mineralstoffe dem Körper fehlen und eine Dosierungsempfehlung geben.“

„Wo die Schulmedizin oft mit Schmerzmitteln therapiert, gehen Schüßler-Salze an die Ursachen. Der Arzt sollte dennoch immer erster Ansprechpartner sein“, so Cathleen Wozniak. Schüßler-Salze können leichte Beschwerden heilen bzw. lindern. Chronische und schwerwiegende Krankheiten, wie z. B. Diabetes, können nicht geheilt werden. Hier ist es möglich, die klassische Medizin zu unterstützen und durch eine Unterstützung des Körpers eine Reduzierung der Medikamenteneinnahme zu erreichen – natürlich nur in Rücksprache mit dem behandelnden Arzt. Patienten müssen in diesem Fall Geduld mitbringen.

„Der angenehme Effekt von Schüßler-Salzen“, so die Apothekerin,“ ist es, dass sich Wohlbefinden breit macht. „Schüßler-Salze geben dem Körper Mineralstoffe in die Hand, sie regulieren und bauen auf, sie sind schonend und wirken nachhaltig“, sagt Cathleen Wozniak gegenüber der Zeitung.

„Der Patient sollte bereit sein für die Einnahme, und ihm muss klar sein, dass es möglich ist, dass nach konsequenter Einnahme über einen bestimmten Zeitraum ein Widerauftreten alter Symptome möglich ist, was aber nicht bedeutet, dass die Krankheit wieder auftritt. Im Gegenteil ist dies ist ein Zeichen der Genesung. Der Körper arbeitet in diesem Fall beispielsweise eine alte Infektion auf, die sich noch immer in ihm befunden hat. Die Reserven im Mineralstoffhaushalt müssen konsequent weiter aufgefüllt werden. Der Körper merkt dann selbst, wann er kein Bedürfnis mehr nach Mineralstoffen hat. Nur so ist es möglich, den Körper komplett zu regenerieren und sich dann „wie neu geboren“ zu fühlen, sagt Cathleen Wozniak.

Cathleen Wozniak behält ihr Wissen aber nicht für sich, sondern bietet regelmäßig Infoabende an.

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