Das Holzbrücken- oder Göttinger Tor - meinanzeiger.de
18. Januar 2018
Heiligenstadt

Das Holzbrücken- oder Göttinger Tor

Heiligenstadt im Wandel der Zeit

Holzbrückentor um 1650

Holzbrückentor um 1650

Das Göttinger Tor stand am heutigen Parkeingang an der Brücke und war Zugang für den Verkehr aus Göttingen, Duderstadt und Witzenhausen. Zum Schutz der Brücke war sie mit zwei Tortürmen überbaut.

Johann Wolf schreibt 1800:
„Das dritte ist entweder von einer hölzernen Brücke über die Leine, oder von einem Holzhofe, der vor Alters nicht weit von diesem Thore mag gewesen sein, so genannt worden.“ Zum Vergleich nennt er die „Ziegelbrücke“ in Hannover, die sich neben einem Ziegelhof befand.
In einer Urkunde von 1381 wird das Tor erstmals genannt: „Erzbischof Adolf von Mainz hat mit Heinrich Luchiwald bezüglich aller Ausgaben und Verluste abgerechnet, die diesem im Dienst für den Erzbischof, dessen Amtsvorgänger und das Mainzer Stift bis auf den heutigen Tag entstanden sind. Der Erzbischof ist im noch 18 Mark Silber, Heiligenstädter (Henigensteder) Währung, schuldig. Dafür hat der Erzbischof ihm das Haus, das einst Sander Kriche dem jungen gehörte, überantwortet. Das Haus befindet sich in der Altstadt (aldinstad) von Heiligenstadt (Heilgenstad) beim Holzbrückentor (Holtzbrucken dore). Dieses Haus soll Heinrich so lange besitzen, bis Mainz die 18 Mark Silber bezahlt hat. Der Erzbischof will ihn schützen und schirmen. Der Amtmann von Rusteberg wird ihm helfen, wenn jemand Ansprüche an das Haus stellen sollte.“

Das Denkmal des Heiligen Nepumuk vor der Martinskirche stand ehemals vor dem Tor an der Brücke über der Leine. Er gilt als Brückenheiliger und sollte die damalige Holzbrücke schützen. Das Holzbrückentor wurde 1811 abgerissen.

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