Mondfinsternis – Ein Naturschauspiel am Abendhimmel! - meinanzeiger.de
5. Juli 2019
Jena

Mondfinsternis – Ein Naturschauspiel am Abendhimmel!

Der Mond ist neben der Sonne das prominenteste Objekt am Himmel. Auf seiner monatlichen Bahn um die Erde zeigt er sich uns in unterschiedlicher Gestalt – von einer schmalen Sichel bis hin zum hellleuchtenden Vollmond. Die Bahn des Mondes ist gegenüber der Erdbahn um die Sonne leicht geneigt, so dass der Vollmond den Schatten der Erde normalerweise oberhalb oder unterhalb passiert. Bei einer günstigen Position der Himmelskörper taucht der Mond in den Erdschatten ein – der Mond wird verfinstert. Allerdings verschwindet er nicht vollständig aus dem Blickfeld, sondern ist kupferrot gefärbt. Dieser sogenannte Blutmond erscheint, da die Erdatmosphäre das Sonnenlicht in den Kernschatten hinein streut und insbesondere die roten Farbanteile die Mondoberfläche dennoch beleuchten. Obwohl sich Mondfinsternisse im Vergleich zu Sonnenfinsternisse an einem Ort der Erde vergleichsweise häufig einstellen, ist es dennoch ein eindrucksvolles Naturereignis. Die letzte Mondfinsternis fand am 21.01.2019 statt – allerdings in der kalten Jahreszeit und mitten in der Nacht. Das Ereignis am 16.07.2019 ist eine partielle Mondfinsternis, bei der der Mond zu ca. 65 % bedeckt sein wird. Der Mond wird gegen 21.18 Uhr aufgehen und um 22.02 Uhr in den Kernschatten der Erde eintreten. Die maximale Verfinsterung wird gegen 23.22 Uhr zu beobachten sein. Um 01.01 Uhr wird der Mond den Kernschatten der Erde verlassen, womit die Verdunklungsphase beendet ist.
Der Mond wird dabei recht niedrig über dem Horizont stehen und nur eine Höhe von ca. 16° erreichen.
Für dieses Ereignis werden wir die Urania-Sternwarte von ca. 20.30 bis ca. 01.30 Uhr MESZ für Besucher öffnen. Da die Mondfinsternis natürlich nur bei freiem Himmel zu beobachten ist, werden wir aktuelle Informationen auf www.urania-sternwarte.de hinterlegen.
Die Beobachtungsmöglichkeiten beschränken sich nicht nur auf den Mond. So sind auch die markanten Planeten Jupiter und Saturn zu sehen.

Dr. Andreas Koschella, im Auftrag des Volkssternwarte Urania Jena e. V.

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