30. April 2015
Jena

Seit 25 Jahre hilft Elterninitiative für krebskranke Kinder Familien in Not

Die Nummer 4 im Jenaer Vereinsregister spaltet im Herzen. Man möchte sich wünschen, es gebe sie nicht. Denn der Verein gründet sich auf Sorgen und Nöten verängstigter Eltern. Zugleich hofft man, er möge weiterhin Stütze sein für Mütter und Väter sowie ihre Kinder, während sie die schwerste Zeit ihres Lebens bewältigen oder verarbeiten müssen. Im März 1990 wurde die Elterninitiative für krebskranke Kinder als eingetragener Verein in Jena gegründet. In diesem Jahr feiert sie ihr 25-jähriges Bestehen. Zahlen und Fakten sollen ihre Arbeit beschreiben.

25 bis 30


Neuerkrankungen pro Jahr werden durch die Elterninitiative und der zum Verein gehörigen Beratungs- und Betreuungsstelle für Familien mit einem krebskranken Kind betreut. Die Arbeit umfasst nicht nur die Bereitstellung von Übernachtungsmöglichkeiten in den Elternwohnungen im Forstweg, sondern auch die psychosoziale Arbeit auf der onkologischen Station der Jenaer Kinderklinik.

8


Elternwohnungen stehen seit 1999 im Forstweg unweit der Klinik zur Verfügung. Hier bekommen Eltern, kranke Kinder und Geschwisterkinder zudem praktischen Rat und emotionale Zuwendung. Die Übernachtungskosten werden zumeist von den Krankenkassen übernommen.

43279


Übernachtungen konnten bisher in den Elternwohnungen gezählt werden. Die Auslastung der Wohnungen liegt bei 83 Prozent.

6


festangestellte Mitarbeiter und eine Honorarkraft arbeiten für die Elterninitiative. In den 90er Jahren wurden die Mitarbeiter über ABM- und SAM bezahlt. Um nicht ständig neues Personal einarbeiten zu müssen, sondern Kindern und Eltern eine vertraute Atmosphäre bieten zu können, wurden alle Mitarbeiter ab 1996 vom Verein angestellt und finanziert.

2000


Euro umfasst die finanzielle Unterstützung der Stadt Jena für den Verein pro Jahr, eine freiwillige Aufgabe. 1500 Euro kommen vom Land Thüringen aus Lottomitteln hinzu. Der Großteil des Vereinsbudgets resultiert aus Spenden, Stiftungsgelder und Bußgelder. Hinzu kommen projektbezogene Gelder der Krankenkassen.

95


Familien werden durch die Elterninitiative betreut, deren Kinder durch Krebs verstoreben sind.

3


große Feste veranstaltet der Verein im Jahr. Im Frühling, zu Halloween und in der Adventszeit feiern Eltern, Kinder und die Mitarbeiter der Initiative gemeinsam.

300


Teilnehmer und mehr nehmen mittlerweile am Knuddelturnier teil, das seit 2010 veranstaltet wird. Hier spielen Patienten, Ärzte, Eltern, Geschwister und Schwestern gemeinsam Fußball.

1


mal in der Woche werden die Patienten der Kinderkrebsstation zu einem Kindernachmittag eingeladen. Hier steht immer etwas Besonderes auf dem Plan: Porsche fahren, ins Planetarium gehen, ein Trommelworkshop oder Bogenschießen. Bis zu zehn Kinder nehmen das Angebot an, immer abhängig vom aktuellen Gesundheitszustand.

2006


wurde erstmals der Klinikclown Knuddel alias Dorothea Krompharth in der Kinderklinik aktiv. Seit dem ist der Clown mindestens ein Mal in der Woche auf Station. Er besucht aber auch Kinder zu Hause, die austherapiert sind

2


mal im Jahr wird ein Treffen für verwaiste Eltern organisiert. Auch die jährlichen Familienbegegnungen in einen Jugendherberge in Plothen, Zusammenkünfte ehemaliger Patienten sowie 5 bis 6 Elternabende gehören zum Angebot. In geschützten Räumen können sich Eltern und Kinder über Probleme austauschen, Kontakte vertiefen oder neu knüpfen.

2016


wird die Initiative gemeinsam mit der Kinderklinik nach Lobeda umziehen und im dortigen Ärztehaus ihre Arbeit fortsetzen.

1,4 Millionen Euro


sind für einen Neubau im Eingangsbereich des Klinikums geplant. Im selbst finanziertenHaus „Eckstein“ wird der Verein ab Mitte 2017 seine neue Heimstatt finden. Schon seit Jahren wird für dieses Vorhaben gespart.

KONTAKT


Elterninitiative für krebskranke Kinder Jena e.V.
Forstweg 16 in Jena
Tel. 03641/28803
ekk-jena@t-online.de
www.ekk-jena.de

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