4. Mai 2022
Jena

Tierische Gefährten

Neue Ausstellung in Jena beschäftigt sich mit der Beziehung zwischen Mensch und Tier

Die Ausstellung „Tierische Gefährten? Von Pferden, Hunden und Tauben“ ist im Stadtmuseum Jena zu sehen. Bild: Stadtmuseum Jena

Die vielfältigen Beziehungen zwischen Menschen und Tieren fanden bis vor einigen Jahrzehnten kaum wissenschaftliche Betrachtung. Heute steht außer Frage, dass Tiere in der Entwicklung menschlicher Gesellschaften eine wichtige Rolle gespielt haben. Dabei ist die gemeinsame Geschichte von Mensch und Tier bis in die Gegenwart nicht frei von Spannungen und Widersprüchen.

Der Wandel von Wert und gesellschaftlicher Stellung von Tieren sowie ihre Nutzung sind von sozialen, politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Entwicklungen des Menschen abhängig. Der dem Tier zugeordnete ökonomische und kulturelle Stellenwert bestimmt auch die Haltung der Gesellschaft gegenüber dem einzelnen Tier und seiner Art. Auch die menschlichen Vorstellungen vom Wesen und den Fähigkeiten von Tieren bilden die Grundlage für den Umgang mit denselben. Früher stand fast ausschließlich der Nutzen von Tieren im Vordergrund. Tiere waren bspw. Nahrungslieferant, „Arbeitsgerät“ oder Transportmittel. Zu bestimmten Tieren, wie zu Hunden oder Pferden, haben wir jedoch mittlerweile eine solch enge Bindung entwickelt, dass sie zu Gefährten geworden sind und bisweilen sogar die Stellung von Familienmitgliedern einnehmen.

Die Ausstellung „Tierische Gefährten? Von Pferden, Hunden und Tauben“ im Stadtmuseum Jena zeigt aus unterschiedlichen Blickwinkeln anhand historischer Exponate, Grafiken, Gemälde und Fotografien, aber auch in kleinen Filmbeiträgen und Interviews, dass Mensch und Tier in einer unauflöslichen Beziehungsgeschichte stehen. Diese enge Verbindung, die wechselseitigen Abhängigkeiten, das teilweise problematische Zusammenleben, aber auch die Freude an und mit Tieren am Beispiel von Pferd, Hund und Taube sind einige der Themen dieser Ausstellung.

Auch interessant