Was Hunde denken, wenn sie riechen - meinanzeiger.de
21. Mai 2017
Jena

Was Hunde denken, wenn sie riechen

Jena Max- Planck- Institut für Menschheitsgeschichte


Zu Jenas zahlreichen Forschungseinrichtungen gehören 3 Max- Planck- Institute: das für Chemische Ökologie, das für Biogeochemie und das für Menschheitsgeschichte. Letzteres wurde 1993 zur Erforschung von Wirtschaftssystemen gegründet und ist in der Kahlaischen Straße angesiedelt. Im Jahr 2014 wurde beschlossen, es wissenschaftlich neu auszurichten. Erst seit November 2014 trägt es seinen aktuellen Namen.
Wenn man das für jederman jederzeit zugängliche Gelände besucht, staunt man über die Lage des Instituts im satten Grün und über die Verbindung von alter und neuer Architektur. Inzwischen besteht der Gebäudekomplex aus einer herrlichen alten Villa und mehreren Neubauten. Diese stellen eine Ergänzung dar, die das Auge nicht stört. Ein alter Brunnen wurde saniert und ist ebenso ein Hingucker wie seltsam rostige mitten im Naturraum stehende meterhohe Pfeiler. Vielleicht erfüllen sie ja auch einen Zweck. Aber beim Betrachten stellt man sich unweigerlich die Frage „Ist das Kunst oder kann das weg?“
Was erforschen nun aber die Wissenschaftler in den Laboren dieses imposanten Institutsgeländes? Z.B. wann der erste Homo sapiens europäischen Boden betreten hat. Oder dass Mitteleuropäer auch eurasische Ahnen haben. Und es wird auch das Kooperationsverhalten von Wölfen und Hunden verglichen. Zur Zeit werden die kooperativen, kommunikativen und meta-kognitiven Fähigkeiten von Hunden erforscht. Hierfür werden Versuchshunde gesucht, wie heute an der Eingangstür des Instituts zu lesen war. Die Studien sind ausschließlich nicht-invasiv. Also keine Scheu! Alle die Forschung befördern wollenden Hunde sind aufgerufen, sich an den Riechtests zu beteiligen. Vielleicht müssen sie danach ja noch einen 3- seitigen Fragebogen ausfüllen … :-). Ihre Mühe wird ganz sicher mit einem Hundeknochen belohnt. Forschung mit Hunden

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