8. September 2017
Jena

Woher kommt die ­Redewendung „Alles in Butter“?

Nur eine Frage:

„Alles in Ordnung?“ – „Ja, alles in Butter!“ Woher kommt diese Redewendung? Die Antwort auf die Frage, weiß Ilka Kunze. Sie leitet die Öffentlichkeitsarbeit der Leuchtenburg.

Diese Redewendung dürfen Sie wortwörtlich nehmen. Wenn wir sie heute verwenden, meinen wir, dass alles gut ist, es ist sicher, es ist geregelt. Tatsächlich deutet „alles in Butter“ auf eine historische Sicherungsmaßnahme hin.

Die Redewendung kommt aus dem Handel mit Waren wie Porzellan. Alles, was besonders zerbrechlich war, musste für den Transport zusätzlich gesichert werden. ­Stellen Sie sich einmal vor, wenn Pferdekutschen über holprige Feldwege gefahren sind. Dann wirbelte es die Ladung schon anders durcheinander als im Pkw heute. Um die Waren damals vor Bruch zu sichern, hat man sie nicht nur in Stroh, ­sondern auch in Butter transportiert. ­Gerade auf Handelsschiffen auf den Weltmeeren hat man Karaffen mit wertvollen Gütern mit Butter gefüllt und im Rumpf des Schiffes verstaut. Dort war es kühl, ­sodass die Butter die Waren sicher umschloss.

Mehr Infos auf der Leuchtenburg



Wer sich für den Handel auf den Weltmeeren interessiert, dem sei die Ausstellung „Weißes Gold vom Meeresgrund“ auf der Leuchtenburg empfohlen. Etwa die Hälfte der Handelsschiffe damals sind gesunken. Es waren Stürme, Riffe, Piraten und Meutereien, die die Unternehmungen zum Scheitern brachten und wertvolle Porzellane für immer auf den Meeresgrund brachten. Kevin Costner persönlich, der sich für den Schutz der Weltmeere einsetzt, hat der Leuchtenburg einst ein historisches Porzellanstück vom Meeresgrund geschenkt. Davon berichtet die Schau.

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