12. Mai 2021
Jena

Zukunftsorientierte Tourismusentwicklung

Symbolbild: Pixabay

Naumburg/Bad Klosterlausnitz. Im Tourismus spielen aus Gästesicht Landkreis- und Landesgrenzen keine Rolle. Daher haben der Regionalverband Saale-Unstrut-Tourismus e.V. (SUT/ Saale-Unstrut) und der Thüringer Tourismusverband Jena-Saale-Holzland e.V. (TTV/ Saaleland) in den vergangenen Monaten intensiv an einem gemeinsamen Tourismus- und Marketingkonzept sowie an einem darauf basierenden Organisationsentwicklungskonzept gearbeitet.

Ziel ist die Schaffung einer schlagkräftigen, gemeinsamen Urlaubsregion Saale-Unstrut, um den Herausforderungen der Branche flexibler und strukturierter begegnen zu können. Den Startschuss dazu gab es bereits 2017 mit der gegenseitigen Mitgliedschaft der beiden Verbände. Die 2019 begonnene Erarbeitung der Tourismusstrategie kann als eine konsequente Fortsetzung der Zusammenarbeit angesehen werden. Die Bundesländer Sachsen-Anhalt und Thüringen bewilligten Fördermittel zur professionellen Begleitung dieses Prozesses, welcher im Januar 2023 mit der Gründung einer gemeinsamen Struktur abgeschlossen sein soll.

Die Mitglieder des SUT und des TTV waren innerhalb der letzten anderthalb Jahre in den Erarbeitungsprozess der Tourismuskonzeption umfassend einbezogen. Die beiden Mitgliederversammlungen beschlossen zuletzt das weitere Vorgehen und begrüßten die aufgezeigten Entwicklungsmöglichkeiten einer neu aufgestellten Urlaubsregion Saale-Unstrut. In den jetzt vorliegenden Konzepten werden konkrete Ziele, Handlungsrichtlinien und Aufgaben sowie Verantwortlichkeiten bestimmt. Diese gilt es stufenweise auf allen Ebenen zu kommunizieren und umzusetzen. Beschlossen wurde ebenfalls, den Tourismus in der neu aufgestellten Gesamtregion unter der Marke „Saale-Unstrut“ voranzutreiben.

Götz Ulrich, Vorsitzender des Saale-Unstrut-Tourismus e.V.: „Mit der vorliegenden Strategie können wir wichtige Impulse geben, um diesseits und jenseits der Landegrenze die Aufenthaltsdauer unserer Gäste zu erhöhen. Wer mehr geboten bekommt, bleibt auch länger oder kommt wieder. Das bringt unseren Landkreisen, Städten und Gemeinden spürbare ökonomische Effekte. Ich verspreche mir außerdem, dass wir damit eine Verbesserung der Lebens- und Aufenthaltsqualität ermöglichen. Schließlich schafft der Tourismus Arbeitsplätze vor Ort und spielt für das Wohlbefinden unserer Bevölkerung eine große Rolle, weil sie die touristischen Angebote ebenso wie auswärtige Gäste nutzt.

Die Basis für die regionale touristische Entwicklung bilden die Landestourismusstrategien beider Bundesländer. Der Masterplan Tourismus Sachsen-Anhalt 2027 und die Tourismusstrategie Thüringen 2025 haben u.a. das Ziel, regionale Tourismusverbände zu stärken und effiziente Organisationsstrukturen zur Stärkung des Tourismus vor Ort zu erwirken.

Harald Kramer, Vorsitzender des Thüringer Tourismusverband Jena-Saale-Holzland e.V. (TTV): „Ich bin stolz, dass wir diesen Prozess so konstruktiv führen konnten. Das Ergebnis gliedert sich direkt in die Tourismusstrategien der beiden Bundesländer ein. Jetzt liegt es an allen Beteiligten, die Konzepte mit Leben zu füllen. Je vernetzter und zielgerichteter wir dabei mit den Landesorganisationen arbeiten, umso größer sind unsere Chancen für die Verbesserung der touristischen Infrastruktur und Produkte sowie für die Vermarktung der neuen Gesamtregion Saale-Unstrut. Mit unserer Tourismusstrategie legen wir die Richtung für unsere gemeinsame Zukunft fest.

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