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16. Februar 2021
Kultur

Dokumentierte Kunst

Sven Schmidt hat Zeitungsartikel über die Aktionen der Kunstzone Gera und der Galerie M1 sortiert und archiviert. Im Laufe der ­Jahre kam dabei einiges zusammen. Foto: www.kunstzone-gera.de

Sven Schmidt hat gesammelte Artikel über die Kunstzone Gera und die Galerie M1 sortiert und archiviert

Mit den Jahren sammeln sich schon eine ganze Menge Zeitungsartikel an, wenn man so rührig ist wie die Kunstzone Gera.
Sven Schmidt sammelte diese in Kartons. Doch er fand schon lange, dass diese Beiträge in ihrer Gesamtheit der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden sollten.

 

Lange Zeit kam immer etwas dazwischen

Bereits vor zwei Jahren hatte er dazu mit dem Stadtarchiv in Gera Kontakt aufgenommen, aber wie das so ist – da war eine Ausstellung vorzubereiten, hier mussten Menschen mit einer Aktion aufgerüttelt werden.
Der Künstler kam einfach nicht dazu, den „Papierkram“ zu erledigen.

 

Abends vorm Fernseher sortiert und geklebt

Doch wann immer die Zeit es zuließ, nahm das Projekt konkretere Formen an.
„Abends vorm Fernseher habe ich begonnen, die Artikel zu sortieren und aufzukleben, und der Filmemacher Ralf Dierich übernahm im Herbst ­dankenswerterweise die ­Digitalisierung“, erzählt Sven Schmidt.

 

Stattliche 657 Artikel

Er staunte am Ende nicht schlecht:
657 Artikel waren in in seiner Sammlung zusammengekommen – von der kleinen Ankündigung bis zum seitenfüllenden Beitrag.

 

Die ältesten Beiträge sind von 2007

Die ältesten Beiträge ­stammen aus dem Jahr 2007, dem BUGA-Jahr, als Sven Schmidt begann, die Pressearbeit für die Kunstzone Gera zu übernehmen.
In diesem Jahr hatten die Geraer Künstler im Schloss Osterstein das 1. Kunst-Areal organisiert.
Erstmals wurde die Arbeit der Kunstzone Gera richtig gewürdigt und entsprechend unterstützt.
Ein gutes Jahr später, im September 2008, konnten sie die Galerie M1 eröffnen – und dann ging es richtig los.

 

Faszinierende Projekte und internationale Kontakte

Gern erzählt Sven Schmidt von kreativen Projekten wie den eindrucksvollen Plastiken, die Kinder im Rahmen der Aktion „Demokratie ­leben“ für den „Park der ­Demokratie“ in der Galerie gestalteten.
Stolz ist der Künstler auf die zahlreichen internationalen Kontakte, die die Kunstzone Gera im Laufe der Jahre nach Polen, in die Slowakei, nach ­England und sogar bis nach Mosambik knüpfen konnte.
Immer wieder wurden gemeinsame Ausstellungen im Ausland und vielfach auch in Gera organisiert.
Aber auch innerhalb Deutschlands können die Geraer auf so manchen Höhepunkt zurückblicken, der in der Presse gewürdigt wurde, wie etwa Ausstellungen in Husum und in Nürnberg.

 

Ein bunter Zeitungsblätterwald

Die meisten Artikel ­erschienen natürlich in den hiesigen Zeitungen Ostthüringer Zeitung, Thüringische Landeszeitung, Allgemeiner Anzeiger, Neues Gera und ­inzwischen eingestellten ­Zeitungen wie Hallo Gera oder Wohin in Gera.
Gern verweist der Künstler aber auch auf Berichte im Magazin 07, im Kulturspiegel und Regionalzeitungen wie den Nürnberger Nachrichten, der Fränkischen Zeitung, dem Görlitzer Tageblatt oder den Husumer Nachrichten.

 

Lust auf Kultur und neue Ausstellungen

Sven Schmidt kommt ins Reden und erzählt vom Besuch des österreichischen Bildhauers Prof. Richard Agreiter 2011.
Dieser kreuzte plötzlich mit 50 schweren Bronzeplastiken in Gera ­auf und überraschte damit alle.
Die Ausstellung wird den Anwesenden noch lange in Erinnerung bleiben.

Wenn Sven Schmidt dann noch bildhaft und lebendig schildert, wie kreativ die Sprachbarrieren mit ­britischen Künstlern gemeistert wurden, dann bekommt man richtig große Lust auf neue Kunstausstellungen, die bestimmt irgendwann ­bald wieder kommen.
Irgendwann…

Daniel Dreckmann

 

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