Erleben Sie die Thüringer Industriekultur in Pößneck - meinanzeiger.de
4. Juni 2018
Kultur

Erleben Sie die Thüringer Industriekultur in Pößneck

Spannende Sonderausstellung zur Industrialisierung Thüringens in der Shedhalle

Dieses Dampfmaschinenmodell aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts stammt aus dem Stadtmuseum Gera. Es ist Teil der faszinierenden Ausstellung "Erlebnis Industriekultur - Innovatives  Thüringen seit 1800"

Dieses Dampfmaschinenmodell aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts stammt aus dem Stadtmuseum Gera. Es ist Teil der faszinierenden Ausstellung "Erlebnis Industriekultur - Innovatives Thüringen seit 1800"

Am Mittwoch, 6. Juni, kann man noch vor den Promis kostenlos die Ausstellung sehen!

Von der Stadt Pößneck

Die Thüringer Staatskanzlei hat das Jahr 2018 zum Themenjahr „Industrialisierung und soziale Bewegungen in Thüringen“ erklärt. Die Leitausstellung „Erlebnis Industriekultur – Innovatives Thüringen seit 1800“, vom 6. Juni bis zum 9. September 2018 in der Shedhalle in Pößneck, wirft einen umfassenden Blick auf die Industrialisierung in Thüringen. Sie ist das erste große Ausstellungsprojekt zu diesem Thema und bündelt die bislang wenig vernetzten Informationen zur Industriegeschichte des Freistaats.

Denn abweichend von der bekannten englischen Industrialisierungstrias „Textil-Metall-Maschinenbau“ zeichneten sich in Thüringen zum Beispiel Porzellan, Spielzeug, Glas, optische Geräte, Waffen, Druckereierzeugnisse oder Versicherungen im 19. Jahrhundert ebenfalls als lukrative Geschäftsfelder ab.

Die Leitausstellung „Erlebnis Industriekultur – Innovatives Thüringen seit 1800“ zeigt über fünfhundert kommentierte Schauobjekte von der Feldbahn bis zur historischen Versicherungsurkunde. Diese sind gegliedert in die sechs Themeninseln: Bodenschätze und Werkstoffe, Industriezentren in Thüringen, Haushalten, Verkehrswelten und Kommunikationsnetze, Patentschutz und Reklame, Innovationen und Motoren der Industrie sowie den verbindenden Themenschwerpunkt „Energie“.

Begleitend zur Ausstellung haben die Veranstalter ein Programm auf die Beine gestellt, das sich sehen lassen kann. Hier nur einige Höhepunkte:

Mittwoch, 6. Juni, 16 bis 21 Uhr:
Noch vor der offiziellen Eröffnung am 7. Juni gehört die Ausstellung „Erlebnis Industriekultur“ am Mittwoch, 6. Juni, den Pößneckern und allen Interessierten. Unter dem Titel „Eine Sonderschicht für alle!“ kommen Sie von 16 bis 21 Uhr kostenlos in die Shedhalle und können einen ersten Blick auf die pure Ausstellung werfen. „Pur“ heißt, die Ausstellung ist fertig eingerichtet, aber manche Funktionen und Stationen werden erst im Rahmen der offiziellen Eröffnung durch den Ministerpräsidenten am Folgetag in Betrieb genommen.

Neben der Ausstellung erwarten Kinder und Familien besondere Aktionen. Auch das Museum642 – Pößnecker Stadtgeschichte lädt zwischen 16 und 21 Uhr zum kostenfreien Besuch ein. Dort können Sie die Dauerausstellung und die Ausstellung „Vereint sind wir stark – Erster deutscher TextilarbeiterInnen-Kongress in Pößneck 1891“ besichtigen.

Donnerstag, 7. Juni:
Am 7. Juni sind die offiziellen Gäste an der Reihe. Dann ist die Ausstellung für den Ministerpräsidenten und geladene Gäste reserviert und bleibt für den allgemeinen Besucherverkehr geschlossen.

Samstag, 9. Juni, ab 14 Uhr:
Um 14 Uhr startet an der Shedhalle eine Bustour entlang der ganz neu entwickelten Industrieroute „Pößneck um 1900“. Die etwa einstündige Fahrt führt zu 16 Stationen im ganzen Stadtgebiet, die für die Pößnecker Industriegeschichte bedeutend sind. Start ist an der Shedhalle.

Samstag, 16. Juni, 10 bis 17 Uhr:
Erkunden Sie eigenständig oder in einem geführten Rundgang zum Tag der Pößnecker Fabrikantenvillen den besonderen vielfach denkmalgeschützten Bestand industriezeitlicher Villen in Pößneck. In einigen Fällen haben sich die historische Innenausstattung und die Gartengestaltung erhalten.

Sonntag, 17. Juni, ab 11 Uhr:
Familienprogramm mit Vorführung eines musikalischen Tesla-Blitzes und einer mobilen Druckwerkstatt der Jugendkunstschule Kunstwerkstatt Rudolstadt.

Samstag, 30. Juni, ab 11 Uhr und
Sonntag, 1. Juli, ab 18 Uhr:

Bei einem zweitägigen Steampunk-Event verwandelt sich die Industrie-Ausstellung in eine fantastische Welt mit Musik, Lesungen und Unterhaltung. Dabei erwachen die verrücktesten Zukunftsfantasien aus viktorianischer Zeit zum Leben, als wären sie soeben Jules Vernes Geist entsprungen. Erstmals gastiert das Meißener Kulturfest „Mit Zahnrad und Zylinder“ in Pößneck.
Für steampunkig gekleidete Besucher ist der Eintritt frei.

Samstag, 11. August, 15.30 Uhr bis Sonntag, 9. September:
Die Ausstellung „Im Niemandsland. Lost Places in Thüringen“ in der Gottesackerkirche Pößneck zeigt jeweils samstags und sonntags von 11 bis 19 Uhr die besten und preisgekrönten Arbeiten aus dem gleichnamigen Fotowettbewerb zu verlassenen Orten der Thüringer Industriegeschichte.

Wiederkehrende Angebote:
• Frühschicht: Die „Frühschicht“ ist eine Art Industrie-Matinee für Familien. An drei Sonntagvormittagen – erstmals am 17. Juni um 11 Uhr – bietet sie spannende Einblicke in verschiedene Aspekte der Ausstellung. Bei besonderen Mitmach-Angeboten können Kinder und Familien selbst aktiv werden.
• Industriecafé: Das „Industriecafé“ ist eine Nachmittagsveranstaltung im vierzehntägigen Rhythmus, erstmals am 20. Juni um 15 Uhr. Fachkundige Personen stellen Einzelobjekte aus der Ausstellung vor und bringen sie in Zusammenhang mit der Industriekultur Thüringens. Mitdiskutieren ist erwünscht.
• Spätschicht: Die „Spätschicht“ lädt an drei Donnerstagabenden – erstmals am 28. Juni um 19 Uhr – zu Fachvorträgen ein. Darin erläutern Wissenschaftler Themen und Akteure der Industrialisierung in Thüringen.

Öffnungszeit:
Di – So 11 bis 19 Uhr

Preise:
Erwachsene 8 Euro
ermäßigt 4 Euro
Kinder bis 6 Jahre frei

Weitere Informationen und das gesamte Programm gibt es unter:
www.industriekultur-thueringen.de

sowie auf Facebook unter:
industriekulthuer

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