Große Auszeichnung - meinanzeiger.de
3. Dezember 2020
Kultur

Große Auszeichnung

Auch dieses Werk von Lawrence Abu Hamdan – The Freedom Of Speech Itself von 2012 – wird in der außergewöhnlichen Ausstellung für angewandte Kunst „POLYPHON“ im nächsten Jahr in Gera zu sehen sein. Foto: Polyphon

Die Stadt Gera erhält für die Ausstellung „POLYPHON“ kommendes Jahr erstmals Fördermittel von der Kulturstiftung des Bundes

Mit großer Freude ­erhielt das Geraer Kulturamt in diesen Tagen die Zusage der Bundeskulturstiftung zur Förderung des hochkarätigen Ausstellungsprojektes „Polyphon. Mehrstimmigkeit in Bild und Ton“, das im kommenden Jahr  gleichzeitig in zwei ­Geraer Museen stattfinden wird.

 

Künstlerisches highlight vom 2. Juli bis 19. September 2021 in Gera

Die Ausstellung wird vom ­2. Juli bis 19. September 2021 in der Kunstsammlung Gera-Orangerie und parallel im Museum für Angewandte Kunst präsentiert.
Anschließend wandert sie in das Musée d’art et d’his­toire Paul Eluard nach Saint­Denis – ein Ergebnis der ­intensiven Partnerarbeit mit Geras französischer Partnerstadt, dem Deutschen Forum für Kunstgeschichte Paris und der Universitäten Paris 8, Rennes, der Universität der ­Künste sowie der Bauhaus-Universität Weimar.

 

„Eine große Auszeichnung für unsere Museen“

Das Ausstellungskonzept, das von der Pariser Kuratorin Dr. Anne Zeitz in Zusammenarbeit mit der Kulturamtsleiterin erarbeitet wurde, überzeugte die durch die Kulturstiftung des Bundes einberu­fene namhafte Jury.
Die Kulturamtsleiterin Dr. Claudia Tittel ist stolz und glücklich ­zugleich, dass erstmals ein museales Ausstellungsprojekt seitens der Bundeskulturstiftung gefördert und somit auf sichere Füße gestellt wird.
„Eine solche Förderung zu ­erhalten, ist nicht nur wie ein bunter Blumenstrauß zum Geburtstag, sondern ist eine große Auszeichnung für unsere Museen.
Nur die besten Projekte werden von der ­Kulturstiftung favorisiert“, sagt die Kulturamtsleiterin.

 

Künstler aus Frankreich, Japan, den USA und Südafrika
werden in Gera zu sehen sein

In Gera wird ein Ausstellungsprojekt zu erleben sein, das in seiner Art einmalig ist und über die Thüringer Grenzen hinaus strahlen wird.
„Polyphon“ holt Werke internationaler Künstler*innen, unter anderem aus Deutschland, Frankreich, Japan, Großbritannien, den USA und Südafrika erstmals nach Gera.
Auch Werke aus der Kunstsammlung Gera wie etwa von Jorinde Voigt und Werke von Carlfriedrich Claus aus den Chemnitzer Kunstsammlungen werden zu sehen sein.

 

Über die Bedeutung und das Wirken multipler Stimmen und Klänge

Alle Arbeiten setzen sich mit dem Aufeinandertreffen multipler Stimmen und Klänge in sowohl konvergenten als auch divergenten Zusammensetzungen auseinander.
Aus unterschiedlichen Zeit­räumen – von den 1970ern bis heute – und geografischen Kontexten befassen sich die Künstler mit Wirkung und Kraft von pluralen Klängen.
Die Installationen, Videos, Performances und Zeichnungen behandeln ­sowohl wahrnehmungsbezogene Aspekte als auch die ­sozio-kulturelle und ­politische Dimension der Mehrstimmigkeit.

Auch die Thüringer Staatskanzlei und die Sparkassenfinanzgruppe wollen das Projekt unterstützen

Neben der Bundeskulturstiftung haben auch die ­Thüringer Staatskanzlei und die Sparkassenfinanzgruppe ­bereits finanzielle Unter­stützung zugesagt.
Gespräche ­fanden außerdem mit der Bundeszentrale für politische Bildung und weiteren Partnerinstitutionen wie etwa dem Institut Français oder dem Deutschen Forum für Kunstgeschichte in Paris statt.
Ein Förderantrag liegt auch der Kulturstiftung Thüringen vor, die im Dezember zu tagen beabsichtigt.

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