30. April 2018
Kultur

Personalmangel wird eines der größten Geschäftsrisiken

Verband der Wirtschaft Thüringens warnt:

„Fachkräfteengpässe in Unternehmen“ titelt eine Studie des Instituts der Wirtschaft Köln, auf die der Verband der Wirtschaft Thüringens e.V. (VWT) verweist. Die Studie analysiert erstmals die Lage in den Regionen und gibt eine Übersicht zur regionalen Verteilung von Fachkräfteengpässen, differenziert nach Anforderungsniveaus in Deutschland.

Analysiert wird die Fachkräftesituation in 1 296 Berufen für 156 Arbeitsmarktregionen und sie informiert über Fachkräfteversorgung vor Ort. Hier rangiert der Freistaat auf Platz fünf: 50 Prozent aller gesuchten Berufe sind nach Angaben des VWT sogenannte Engpassberufe.

Kernergebnis der Studie ist es, dass die Hälfte aller Stellen in Berufen mit Fachkräfteengpass ausgeschrieben wird. Die meisten Fachkräfteengpässe gibt es im Süden, die größte Zunahme im Osten. So fehlen Meister oder Techniker besonders in der Mitte Deutschlands von Marburg bis Suhl.

Politisch sei das Thema durchaus angekommen, stellt der VWT fest. In der Thüringer Allianz für Berufsbildung und Fachkräfteentwicklung nehmen sich Akteure aus Wirtschaft und Politik des Themas an. Der VWT ist hier auch aktiv.

Für den Thüringer Standort müsse schnell gehandelt werden. Denn gerade in den ländlichen Gebieten sei die Fachkräftesuche schon jetzt schwierig. Mobilität von Arbeitslosen und Azubis zu unterstützen, damit sie dort eingesetzt werden wo sie gebraucht werden, sei u.a. ein Weg.

Es dauert alles zu lange

Aktuell dauert es in Thüringer Wirtschaftsunternehmen durchschnittlich 100 Tage, um eine Stelle neu zu besetzen. „Das ist zu lange“, betont Stephan Fauth, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Wirtschaft und fordert unter anderem eine gezielte Akquise von ausländischen Fachkräften.

br

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