30. September 2022
Landkreis Greiz

Ringer-Bundesliga: Doppelkampftag für den RSV Greiz

Am 1. Oktober Heimkampf gegen Schorndorf und am 2. Oktober auswärts in Hösbach

Igor Besleaga, hier im Vorjahr gegen den Hösbacher Evgenij, den der Greizer mit Technischer Überlegenheit besiegen konnte. (Foto: Gerd Zeuner)

Andreas Rabel
Es geht Schlag auf Schlag in der Ringer-Bundesliga. Das Vogtlandderby gegen Germania Markneukirchen (10:17) ist gelaufen, am Sonnabend kommt der ASV Schorndorf nach Greiz. „Schorndorf ist ein Hochkaräter der Liga“, sagte Trainer Tino Hempel. „In jeder Gewichtsklasse stehen hinter der Nummer eins noch zwei Ringer, die kaum schlechter sind. Schorndorf ist unberechenbar.“

Was rechnet sich der RSV Rotation Greiz aus? „Wir streben einen offenen Kampf an, wollen Schorndorf alles abverlangen“, sagte der Trainer und hofft, „dass wir vier oder sogar fünf Kämpfe gewinnen können“. Im 27 Athleten starken Kader der Gäste ist 130-kg-Kämpfer Jello Krahmer das Aushängeschild. Neu dabei: 57-kg-Freistiler Horst Lehr, U-23-Europameister und WM-Dritter 2021. Mit Felix Baldauf, der aus Köthen stammt und international für seine Wahl-Heimat Norwegen ringt, steht ein Ex-Greizer im Aufgebot. Vom RSV Rotation vor zwei Jahren verpflichtet, kam er nicht zum Einsatz, weil die Greizer Ringer im Pandemiejahr auf einen Ligastart verzichteten.

„Wen die Schorndorfer auch mitbringen. Es wird eine schwere Aufgabe für uns“, weiß Tino Hempel. Was in der Liga geboten ist, zeigen die Ergebnisse des ersten Kampfabends. Schorndorf zum Beispiel, fegte Kleinostheim mit 19:3 von der Matte. „Als ich gesagt habe, wir kämpfen gegen den Abstieg, dann habe ich das nicht aus Spaß gesagt. Die Bundesliga ist so stark wie nie, die Vereine haben alle aufgerüstet.“

Die Derbyniederlage ist abgehakt, der Blick geht nach vorn. „Bei uns wird keiner abgewatscht. Wir vertrauen unseren Kämpfern, halten zusammen.“

Nach dem Kampf gegen Schorndorf heißt es austrudeln, das Körpergewicht kontrollieren, denn am Sonntag reisen die Greizer zum KSC Germania Hösbach. In der vergangenen Saison konnte der RSV Rotation beide Kämpfe gegen die Unterfranken gewinnen. Der schwedische WM-Dritte Niklas Öhlen (66 kg/G) ist einer von neun Verstärkungen. Hösbach besiegte zum Liga-Auftakt Johannis Nürnberg mit 21:6 , ist um einiges stärker einzuschätzen, als noch im Vorjahr. „Wenn jeder von uns sein Bestes gibt, dann können wir für die eine oder andere Überraschung sorgen“, bleibt der Trainer zuversichtlich.

Im Vorkampf am Sonnabend ab 17.30 Uhr stehen sich Greiz II und Gelenau II/Chemnitz in der Landesliga gegenüber.

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