Bisher 4000 Mal unfallfrei abgehoben - meinanzeiger.de
20. Juli 2020
Leute

Bisher 4000 Mal unfallfrei abgehoben

Groschwitzer „Otto Lilienthaler“ sind stolz auf ihr Ausbildungssegelflugzeug

Startvorbereitungen zum Ausbildungsflug in der ASK 13 auf dem Verkehrslandeplatz Rudolstadt-Groschwitz. Wie vorgeschrieben tragen Fluglehrer Martin Wisser (re) und Flugschüler Rico Schwarz eine Maske im Segelflugzeug. Foto: FSV Rudolstadt

Von Andreas Abendroth

„Vor 10 Jahren wurde das Ausbildungssegelflugzeug vom Typ ASK 13 in unseren Vereinsbetrieb aufgenommen“, berichtet Christian von Roda. Es klingt ein gewisser Stolz in der Stimme des Vereinsvorsitzenden des Flugsportvereins „Otto Lilienthal“ Rudolstadt e.V.

Denn das doppelsitzige Segelflugzeug mit einer Spannweite von 16 Metern ist durch seine Konstruktion als Mitteldecker – die Tragflügel sind mittig am Rumpf angeordnet – und seine vielseitigen Einsatzmöglichkeiten zu einem wahren Arbeitstier im Verein geworden.

Durch die äußerst gutmütigen Flugeigenschaften wird es bei den Luftsportlern hauptsächlich für die Ausbildung angehender Segelflugpiloten eingesetzt. Bevor es Thüringer Luft schnupperte, war das Flugzeug viele Jahre in den Niederlanden beheimatet. Vom Groschwitzer Boden hob es schon fast 4000 Mal zu stets unfallfreien Flügen ab.

„Viele Piloten und Pilotinnen haben bei uns in den letzten Jahren auf der „13“ – wie wir sie liebevoll nennen – das Fliegen gelernt. Wir im Verein haben eine kleine, aber feine Jugendgruppe. Und wir freuen uns jederzeit über weitere interessierte und begeisterte Segelfluganwärter“, so von Roda.

Bereits im Alter von 14 Jahren kann der Weg ins Cockpit eines Segelflugzeuges und damit die Flugausbildung beginnen. Diese wird bei den Lilienthalern in Groschwitz durch ehrenamtliche Ausbilder begleitet.

Im Doppelsitzer wird derzeit mit Mund-Nasen-Schutz geflogen

Durch die Pandemie mussten in diesem Jahr die Flugaktivitäten im Verein, aber auch die Ausbildung von Piloten und Pilotinnen, teilweise ausgesetzt und verschoben werden. Die Saison, um vom Boden abzuheben, ist Segelflieger auf wenige Monate im Jahr begrenzt. Durch die Ausarbeitung eines Hygienekonzeptes war es dem Verein möglich, bereits Mitte Mai die Saisoneröffnung durchzuführen. Neben den vorgeschriebenen Minderstabständen und vielen weiteren Auflagen ist es derzeit Pflicht, im doppelsitzigen Flugbetrieb eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.

Und zum Schluss spricht Christian von Roda im Namen seiner Vereinsmitglieder noch einen Wunsch aus: „Wir wünschen unserem treuen Schulflugzeug noch viele schöne Jahre bei uns, gefüllt mit zahlreichen und immer unfallfreien Flügen.“

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