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17. Januar 2020
Leute

Worte zum Sonntag

Geschichte steht nie still

König Wilhelm von Preußen Foto: pixabay.de

Dieser Jahrestag ist in den Tiefen der Geschichte versunken, dabei ist die Geschichte nicht so lange her. Am 18. Januar 1871 wurde das „Deutsche Reich“ gegründet und König Wilhelm von Preußen zum ersten Kaiser ausgerufen.

Kaum vorstellbar, durch die deutschen Lande zog sich ein Hochgefühl. Die Sehnsucht vieler in den Kleinstaaten und Fürsten­tümern mit unterschiedlichen Maßen und Münzen hatte sich erfüllt. Doch im Feuer des Ersten Weltkrieges ging dieses Reich schon wieder unter, in den Flammen des Zweiten Weltkrieges endete das „Dritte Reich“. Am 9. November 1989 endete mit dem Mauerfall die deutsche Teilung, eine neue Zeit begann. Weiten wir den Blick auf das aktuelle Weltgeschehen mit Krisen und Kriegen. Allerorten sehen wir Aufbrüche und Umbrüche. Geschichte steht nie still.

In der Bibel heißt es: „Ich bin das A und das O, spricht Gott der Herr, der da ist und der da war und der da kommt, der Allmächtige.“ (Offenbarung 1,8). Zu allen Zeiten gab es Menschen, die im Wandel der Zeit und oft in schweren Jahren diesen Blick hatten und im Wort vom Kreuz festen Halt fanden. In einem Lied wurde das so verdichtet: „Die Mächtigen kommen und gehen, und auch jedes Denkmal mal fällt. Bleiben wird nur, wer auf Gottes Wort steht, dem sichersten Standpunkt der Welt.“ (Lehmann /Swoboda).

Diese Sicht will ­Zuversicht wecken und den Lebensmut stärken.

Gesegnete Zeit.

Egmond Prill

Theologe & Journalist

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