Auf Viertelfinal-Kurs - THC siegt gegen Kastamonu - meinanzeiger.de
15. Januar 2020
Mühlhausen

Auf Viertelfinal-Kurs

Thüringer HC: Sieg gegen Kastamonu im EHF-Cup

Trainer Herbert Müller freut sich über den Erfolg. Foto: Jens Henning

KABINENPREDIGT

Von Jens Henning

Die Handballerinnen des Thüringer HC sind auf Viertelfinal-Kurs im EHF-Cup. Am vergangenen ­Sonntag gelang der Mannschaft um Trainer Herbert Müller am zweiten Spieltag der Hauptrunde gegen das türkische Team von ­Kastamonu ­Belediyesi GSK der zweite Sieg auf internationaler Bühne im Jahr 2020.

Knapper Sieg für den THC

Am Ende der 60 ­Minuten hieß es 27:24 (16:12) vor den 1500 Zuschauern. Müller hatte dieses knappe ­Ergebnis schon vor dem Spiel ­vermutet. „Ich hatte ein ­enges, umkämpftes Spiel erwartet. Das wurde es dann auch. Wir konnten uns bis zum 22:15 absetzen. Dann kam der Gegner noch einmal gefährlich auf. Wir müssen künftig noch konstanter auftreten, um solche Schwächephasen zu vermeiden. Wir sind alle sehr glücklich, dass wir mit 4:0-Punkten in die Hauptgruppe gestartet sind. Wir ­behalten uns alle Optionen fürs Weiterkommen und auf den Staffelsieg“, sagte Müller.

Gleich drei Spielerinnen beim Thüringer HC erzielten fünf Tore: Beate Scheffknecht, Iveta Koresova und Emily Bölk.

Erstes Duell um Platz eins am Samstag

In der Vierergruppe gibt es jetzt zwei Teams mit 4:0-Punkten – das sind der THC und Debrecen und zwei Teams mit 0:4 – das sind ­Kastamonu und Most. Am Samstag kommt es im ungarischen Debrecen ab 15 Uhr zum ersten von zwei Duellen um Platz eins in der Gruppe. Der Spielplan wollte es so, dass sich die beiden Mannschaften schon acht Tage ­später wiedersehen. Am Sonntag, 26. Januar, steigt ab 14 Uhr in der Wiedigsburg­halle in Nordhausen das Rückspiel.

Debrecen würde in Deutschland bestimmt um Deutschen Meistertitel kämpfen

„Debrecen ist sehr ­ausgeglichen besetzt. In Deutschland würden sie ­bestimmt um den Deutschen Meistertitel mitspielen“, sagte Müller über den nächsten Gegner im EHF-Cup. Vor den beiden Duellen sind die THC-­Handballerinnen in der ersten Bundesliga gefragt. Am Mittwochabend ab 19.30 Uhr wird in der Riethsporthalle in Erfurt das Heimspiel gegen die Mannschaft von „Frisch Auf Göppingen“ angepfiffen.
In der nationalen Meisterschaft liegen die THC-Frauen weiter auf Rang vier. „Für uns ist klar: Wir dürfen uns keinen Ausrutscher mehr erlauben. Wir haben vier ­Minuspunkte, Dortmund hat null. Aus ­eigener Kraft können wir Dortmund nicht mehr überholen. Mit den beiden ­anderen Teams aus Bietigheim und Blomberg-Lippe sind wir auf Schlagdistanz“, sagte Müller.

Dortmund ist Top-Favorit

Der Liga-Primus Borussia Dortmund unterstrich in den beiden Vergleichen gegen den amtierenden Deutschen Meister aus Bietigheim seinen Anspruch auf den Gewinn der Meisterschale. Sowohl im Viertelfinale des DHB-Pokals als auch in der Liga gewannen die Dortmunderinnen ihr Heimspiel gegen das Team aus Baden-Württemberg. „Dortmund ist der Top-Favorit. Die Mannschaft wird nach Lage der Dinge nicht mehr so viele Punkte abgeben. Wir müssen dranbleiben. Wir dürfen nur auf unsere Spiele schauen. Wenn wir unsere Hausaufgaben erledigen, wahren wir unsere kleine Chance auf die Meisterschaft“, sagte der THC-Verantwortliche.

THC im Februar zum Rückspiel zu Gast in Dortmund

Am 22. Februar müssen die THC-Frauen zum Liga-Rückspiel nach Dortmund. In der Hinrunde der Meisterschaft kassierte die Müller-Truppe gegen Dortmund eine ­unglückliche Heimniederlage. Diesen beiden Minuspunkten trauert nicht nur Herbert Müller immer noch nach.

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