17. September 2018
Mühlhausen

Tipps für ein gesundes Grillen

Der falsche Umgang mit dem Grillgut kann nicht nur die Grillparty ruinieren, sondern kann auch auf den Magen und auf die Gesundheit schlagen. Besondere Vorsicht sollten die Hobbyköche in Bezug auf das Fett walten lassen, das aus dem Grillgut in die Glut tropfen kann. Beim Verbrennen dieser Fette entstehen hochgiftige Substanzen, wie zum Beispiel das krebserregende polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK). Diese Substanzen schlagen sich dann zusammen mit dem Rauch auf das Grillgut nieder und ziehen in die Lebensmittel ein. Je länger das Grillgut dann auf dem Rost liegt, desto größer ist der Giftanteil, der mit jedem einzelnen Bissen zu sich genommen wird.

Weitere gesundheitliche Gefahren beim Grillen


Auch Nitrosamine sind krebserregend. Diese Substanzen entstehen bei zu großer Hitze im Grillgut, wenn es mit Nitritsalz gepökelt wurde. Auch alle geräucherten oder gepökelten Fleisch- und Wurstwaren gehören nicht auf den Grill. Insbesondere muss hier vor der „roten“ Wurst gewarnt werden, die Nitritpökelsalze enthält. Für Asthmatiker gilt: Fett und Bratensaft sollte nicht direkt in die Glut tropfen, um eine starke Rauchentwicklung zu vermeiden, die leicht zu Hustenanfällen und Atemnot führen kann. Bei einem sogenannten Vertikal-Holzkohlegrill liegt die Glutbox seitlich, während das Grillgut in der Mitte des Rosts liegt, womit kein Fett oder Bratensaft in die Glut tropfen kann. Aber auch Elektro-, Gas- oder Propangasgeräte sind ideal für Asthmatiker, weil bei diesen Modellen keine Flüssigkeiten in die Glut tropfen können. Alle unterschiedlichen Grilltypen können aktuell über Lidl Gutscheine vergünstigt erworben werden.

9 Tipps für ein gesundes Grillvergnügen


 Je dünner die Fleischscheibe, desto schneller ist sie durchgegart und es können sich nicht so schnell giftige Substanzen im Fleisch bilden.

 Das Grillgut erst auf den Rost legen, wenn die richtige Grilltemperatur erreicht ist. Dies kann bis zu 30 Minuten dauern und kann an der weißen Glut der Grillkohle erkannt werden.

 Fleisch nur mit Pfeffer und Salz würzen, auf mariniertes Grillgut möglichst verzichten.

 Wenn die Kohle Flammen entwickelt, weil Fett oder Bratensaft in die Glut geraten ist, sollte der Rost vom Feuer genommen und höher gehängt werden. Nicht mit Bier oder anderen Flüssigkeiten löschen, denn die Rauchentwicklung kann sich am Grillgut niederschlagen.

 Das Benutzen einer wiederverwendbaren Grillpfanne verhindert, dass weder Fett noch Bratensaft in die Glut tropfen kann. Die Grillpfanne sollte aus Edelstahl und nicht aus Aluminium bestehen.

 Wenn Aluminium-Schalen verwendet werden, können sich Aluminiumpartikel lösen und sich aufs Grillgut absetzen, insbesondere wenn es sich beim Grillgut um marinierte Fleisch handelt.

 Es sollten nur weiße und ungepökelte Würste gegrillt werden.

 Hobbyköche sollten auch ruhig einmal Gemüse auf den Grillrost legen und auf Fleisch verzichten.

 Elektro- oder Gasgrills entwickeln nicht so einen starken Rauch wie Holzkohlegrills.

Obst und Gemüse auf dem Grill


Grillgut in Gemüseform gibt es in einer Vielzahl von Varianten: Auberginen, Zucchini, Paprika oder Fenchel, Pilze oder Tomaten, die Auswahl ist wirklich riesig. Gemüse sollte jedoch vor dem Grillen immer mit ein wenig Öl bestrichen werden. Noch besser ist natürlich, das Gemüse vor dem Grillen für einen gewissen Zeitraum in Marinade einzulegen. Bei einem Holzkohlegrill sollte das Gemüsen dann in einer Edelstahlpfanne gegart werden, handelt es sich um einen Elektro- oder Gasgrill, darf das Gemüse direkt auf den Rost.

Nachtisch vom Grill


Ein absoluter Hit als Nachtisch sind gegrillte Ananasscheiben, die man vorher mit Butter einstreicht. Die fertigen Ananasscheiben werden dann mit Sahne gereicht. Bei Kindern steht die Grillbanane hoch im Kurs, die entweder mit Schale auf den Rost gelegt wird oder ohne Schale in Alufolie eingewickelt wird. Auf die gegrillte Banane wird dann noch Vanillezucker gestreut und schon erfreut sich der Hobbykoch an lauter glücklichen Kindergesichtern. Selbst Eis kann gegrillt werden. So wird für eine „Bombe Surprise“ lediglich einige Torteletts, Vanilleeis und Eischnee benötigt. Auf jedes Tortelett wird eine Portion Eis gegeben und dann mit Eischnee umhüllt, denn der Eischnee hat hier eine isolierende Funktion. Wenn der Eischnee bräunlich verfärbt ist, wird die Eisbombe serviert.

Fazit



Es kann auch gesund gegrillt werden, wenn sich die Grill-Fans an einige Fakten halten. Auch kann ruhig auf das Auflegen von Fleisch verzichtet werden, es gibt fantastische Rezepte für Gemüse, Tofu und sogar Käse.

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