26. August 2022
Mühlhausen

Vorbereitungen für die Thüringer Landesausstellung zum Bauernkrieg laufen nach Plan

Dr. Thomas T. Müller verlässt Mühlhäuser Museen

Dr. Thomas T. Müller verlässt die Mühlhäuser Museen (Foto: Tino Sieland)

Zum Jahresende wird der Direktor der Mühlhäuser Museen, Dr. Thomas T. Müller, nach Sachsen-Anhalt wechseln. Der ausgewiesene Reformationshistoriker übernimmt dort mit Wirkung zum 1. Februar 2023 die Leitung der Stiftung Luthergedenkstätten mit ihren Standorten in Wittenberg, Eisleben und Mansfeld.

„Wenngleich wir mit Dr. Müller einen hervorragenden Museumsmann und einen Experten für den Bauernkrieg verlieren, gratuliere ich ihm ganz herzlich zur Berufung als Stiftungsvorstand und wünsche ihm alles erdenklich Gute für die neue Aufgabe“, erklärt der Vorsitzende des Zweckverbandes Mühlhäuser Museen, Matthias P. Gliemann. Müller hat das Thüringer Verbundmuseum fast 17 Jahre geleitet und in der ehemaligen Reichsstadt zahlreiche große Ausstellungen initiiert.

Jahrestag des Bauernkrieges

Aktuell steht in Mühlhausen alles im Zeichen des Gedenkens an den 500. Jahrestag des Bauernkrieges. In den dortigen Museen wird im Jahr 2025 die Thüringer Landesausstellung zum Bauernkrieg stattfinden. „Die Vorbereitungen dafür laufen weiter auf Hochtouren“, so Gliemann, der den Zweckverband bereits seit fast 20 Jahren ehrenamtlich leitet. Neben dem umfangreichen Ausstellungsprojekt, welches die Historikerin Dr. Julia Mandry koordiniert, werden derzeit auch die notwenigen baulichen Maßnahmen vorbereitet. In Absprache und mit finanzieller Unterstützung durch die Thüringer Staatskanzlei sowie das Büro der Staatsministerin für Kultur und Medien in Berlin soll das bundesweit relevante Projekt in den kommenden Monaten weiter Fahrt aufnehmen.

Neuer Direktor für Museen

Die durch Müllers Weggang ab Januar vakante Direktorenstelle bei den Mühlhäuser Museen wird bereits in den nächsten Tagen neu ausgeschrieben. Zum Zweckverband mit den Referaten Geschichte, Ur- und Frühgeschichte sowie Kunst gehören rund 20 Mitarbeitende in fünf Museen und ein großes Zentraldepot. Erst vor wenigen Wochen wurde die vollständige Neugestaltung der Dauerausstellung im Kulturhistorischen Museum mit der Eröffnung der Abteilung zur Industriegeschichte abgeschlossen.

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