Das Ende der Plage? - meinanzeiger.de
11. Mai 2020
Natur

Das Ende der Plage?

Thüringer Eichenwälder wurden mit einem Fraßgift gegen die Schwammspinnerraupen besprüht

Hubschrauber beim Insektizideinsatz

Helikopter versprüht das Insektizid Mimic über den Eichenwäldern bei Gera Liebschwitz / Foto: Peter Zielinski

Das ist gruselig, das will keiner mehr erleben

Es war eine Plage biblischen Ausmaßes, als im Frühsommer letzten Jahres die Raupen des Schwammspinners aus den Eiern schlüpften und das taten, was Raupen am liebsten und fast ausschließlich tun – Fressen. Nun wäre es sicher kaum jemandem aufgefallen, dass sich eine sogenannte Kalamität gebildet hatte. Wissenschaftler bezeichnen so eine Massenvermehrung. Das Problem aber wurde sichtbar, weil die Raupen aus den Eichenwäldern in die anliegenden Gärten und Häuser einfielen. Ein besonderer Hotspot der Invasion war der Geraer Ortsteil Liebschwitz.

Ortsteilbürgermeister Christian Hollandmoritz schildert seine Beobachtungen. »Ich besuchte eine Familie, deren Haus am Waldrand steht. Es waren so viele. Wenn man im Hof stand, konnte man unter dem Baum laut und deutlich das »Schmatzen« der Raupen hören. Innerhalb weniger Tage war der Baum komplett kahl. Die Hauswände waren teilweise schwarz vor Raupen. Die Hinterlassenschaften der Tierchen sind nicht minder ekelig. Stecknadelkopfgroße Kotkügelchen werden im Regen zu centgroßen schleimigen Fladen, die Hofeinfahrten und Gartenwege in eine schmierige Rutschbahn verwandeln. Wenn nachts die Raupen durch jede Fensterritze ins Haus eindringen, dann ist das gruselig. Das will keiner mehr erleben.«

 

Schwammspinermännchen
Schwammspinnermännchen (linke Bildhälfte: Oberseite/ rechte Bildhälfte: Unterseite) / Foto: Axel Steidel

Woher kommt der Schwammspinner?

Beheimatet ist dieser Nachtfalter, lateinisch »Lymantria dispar«, in den wärmeren Regionen Europas (Bulgarien, Rumänien, Ungarn), in Nordafrika, in den zentralasiatischen Gebirgen und in den Waldregionen Sibiriens. Außerdem kommt er noch in der Mongolei, China, Korea und Japan vor. Wie Spinnen nutzen auch Falter das Fadenfloß, um sich in hohen Luftregionen treiben zu lassen. Dabei tritt am Hinterleib ein Faden aus. Dann warten sie, bis der Wind sie mitnimmt. Dabei können sie sehr weite Distanzen überbrücken. So ist es nicht verwunderlich, dass die Ausbreitung des Schwammspinners auch in unseren Breiten zunimmt. Die warmen Temperaturen im Frühling sind für eine Vermehrung ebenfalls günstig.

 

Die Folgen einer Massenvermehrung

Ein Weibchen legt im Schnitt 700 Eier. Die Gelege klebt es in die unteren Bereiche der Bäume an die Rinde, an Zäune und leider auch an Hauswände. Um die Gelege zu schützen, bedeckt es sie mit der bräunlichen Afterwolle. Wenn die Raupen einige Tage nach dem Schlüpfen in die Baumkronen ziehen, dann fangen sie an, die Blätter der Bäume zu fressen. Je größer die Raupen werden, desto größer ist auch ihr Appetit. Die Bäume werden mitunter vollständig entlaubt. Besonders schmackhaft finden die Raupen Obstbäume, Eichen und Hainbuchen. Bei einer Massenvermehrung und Nahrungsknappheit werden auch Nadelbäume nicht verschmäht. Mitte Juni hören die Raupen auf zu fressen und verpuppen sich.

Schwammspinnerweibchen bei der Eiablage
Schwammspinnerweibchen bei der Eiablage. Mit der brauen Afterwolle wird das Gelege geschützt / Foto: Axel Steidel

Zweite Chance »Johannistrieb«?

Nach einem Kahlfraß können sich gesunde Bäume wieder erholen. Der Johannistrieb Ende Juni ist ihre zweite Chance. Aber dazu muss der Baum gesund sein. Vorgeschädigte Bäume laufen Gefahr abzusterben. Gerade die Eichenwälder in Geras westlichen Randgemeinden Liebschwitz, Taubenpreskeln, Collis, Thränitz und Naulitz haben in den beiden letzten Dürrejahren 2018 und 2019 schwer gelitten. So schwer, dass die zuständige Forstverwaltung in Weida keine andere Möglichkeit mehr sah, als die Chemiekeule auszupacken.

Verhärtete Fronten zwischen den Spritzbeführwortern und -gegnern

In unserer heutigen Zeit eine Grundsatzdiskussion darüber zu führen, ob chemischer »Pflanzenschutz« uneingeschränkt folgenlos und grundsätzlich zu befürworten ist, oder ob er vollumfänglich zu verbieten ist, ist sicher nicht mehr notwendig. Eine vorsichtige Umgangsweise mit der Chemie und ein zurückhaltender Einsatz ist allerorts geboten. Möchte man glauben! Wenn man aber die hingebungsvollen Kleingärtner sieht, die mit wachsender Lust zu den chemischen Unkrautvernichtern greifen, bevorzugt vom östlichen Nachbarn aus der Tschechischen Republik, weil »das höher konzentriert ist und viel besser wirkt«, dann sollte man nochmals einen genauen Blick auf die Folgen und mögliche Alternativen werfen. Diese Diskussion ist zwingend notwendig, denn menschliches Eingreifen in die Natur hat immer Folgen, sind sie auch erst viele Jahre später erkennbar. Die Stadtverwaltung Gera musste harte Kritik einstecken, weil man ihr vorwarf, die kommende Schwammspinnerplage unterschätzt zu haben. Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln wäre viel zu spät erfolgt.

Nebenbei erwähnt, »Pflanzenschutzmittel« ist schon ein ziemlicher Euphemismus für »Gift«. Und Gift ist es für die Gegenseite, die befürchtet, dass nicht nur die Raupen des Schwammspinners, sondern auch alle anderen Schmetterlingsraupen und in der Folge weitere Tierarten schweren Schaden erleiden werden. Sie beschreiben das Horrorszenario eines zwar schwammspinnerfreien, aber toten, tierlosen Waldes.

 

Helikoptereinsatz am Waldrand
Helikoptereinsatz am Waldrand von Gera-Liebschwitz / Foto: Peter Zielinski

Sonst stirbt der Wald

Die warmen Winter und die trockenen Frühlingsmonate sind eine Folge der Erderwärmung. Das leugnen nur noch Verschwörungstheoretiker und unbelehrbare Anhänger einschlägiger populistischer Politiker. Hitze stresst die Bäume. Das Wasser verschwindet in immer tiefere Bodenregionen. Ein Kahlfraß ist für diese bereits geschädigten Bäume womöglich der Todesstoß. Zu einem Zweitaustrieb könnte es nicht mehr kommen. Den Wald einfach sterben lassen? Weidas oberster Förster, Karsten Schröder, betont die Notwendigkeit des Waldes gerade in den Südhanglagen von Liebschwitz. Nicht, wie er beteuert, weil hier Waldwirtschaftsinteressen vorlägen, sondern, weil der Wald eine hangstabilisierende Aufgabe habe. Die Folgen von Astabbrüchen und abrutschenden Hängen wären katastrophal.

»Seit 1997 bin ich Forstamtsleiter. Noch nie war der Einsatz eines Pflanzenschutzmittels nötig – aber jetzt. Sonst stirbt der Wald«. Grund genug für ihn, in Abstimmung mit der Naturschutzbehörde in Gera, der Stadtverwaltung, Thüringen Forst und dem Landwirtschaftsministerium in Erfurt, auf 38 Hektar das Fraßgift »Mimic« per Hubschrauber zu versprühen. Erleichternd kommt hinzu, dass der Liebschwitzer Eichenwald auch kein Naturschutz- oder FFH-Gebiet ist. Die Absammelaktion von Eiern im Februar wäre zwar ein Erfolg gewesen. Über 500 Menschen haben sich daran beteiligt, aber es hätte nicht ausgereicht, die Vermehrung des Schwammspinners einzudämmen, erzählt er in einem Interview des MDR Thüringen-Journals. Zu einer zweiten Sammelaktion der Geraer Bürger sei es wegen der Corona-Krise nicht mehr gekommen.

 

Raupe des Schwammspinners
Raupe des Schwammspinners / Foto: Axel Steidel

Thüringen Forst versucht zu beschwichtigen – NABU protestiert

Auch wenn der Pressesprecher von Thüringen Forst, der obersten Forstbehörde des Freistaats, Dr. Herbert Sproßmann, von den jahrelangen »guten Erfahrungen« mit dem Einsatz von »Mimic« in Landwirtschaft und Weinbau berichtet, und die »guten Erfahrungen«, die man im Nachbarland Bayern gemacht habe, fast mantraartig ins Feld führt, so recht glauben wollen die Spritzgegner ihm nicht. Eines sei vorweggeschickt. Auch die Gegner des Gifteinsatzes haben allergrößtes Mitgefühl mit ihren Nachbarn und wollen keinesfalls, dass dies ein zweites Mal geschieht. Ob das Versprühen des Giftes zielführend ist, bezweifeln sie stark.

Der Naturschutzbund Thüringen beklagt, dass die rechtlichen Genehmigungen für den Einsatz in den Naturschutzgebieten nicht, oder zumindest nicht vollständig vorgelegen hätten. Thüringen Forst bestreitet das. Die rechtlichen Fragen müssen nun Anwälte klären. Da geht es um Ausnahmegenehmigungen und Zulassungen nach Artenschutzrecht, nach Pflanzenschutzgesetz, um Verletzung der Pflicht zur Beteiligung der Träger öffentlicher Belange (TÖB) und da geht es um über 60 geschützte und strenggeschützte Tagfalter mit den poetischen Namen wie: Thymian-Ameisenbläuling oder Silberfleck-Perlmuttfalter. Naturschutzgebiet hin oder her.

Gespritzt wurde trotzdem. Erlaubt oder nicht. Das nennt man »Faktenschaffen«.

Die Wissenschaft warnt vor absehbaren Spätfolgen

Der Entwicklungsbiologe Robert Hock von der Universität Würzburg beschreibt die Wirkweise von Mimic so: »Es imitiert die Wirkung des Häutungshormons und löst eine vorzeitige Häutung der Raupen aus. Die Entwicklung wird, bei allen sich zum gleichen Zeitpunkt entwickelnden Gliederfüßern, wie Insekten, Spinnen, Krebsen, Tausendfüßern und Fadenwürmern, gestört. Jetzt im Frühjahr beginnen sich aber auch sehr viele Käfer, Schmetterlinge, Bienen, Hummeln, Heuschrecken, Libellen und Fliegen zu entwickeln. Sie werden ganz genauso getroffen.

Exemplarisch verweist die Biologin Britta Uhl aus Würzburg auf die sowieso bedrohliche Lage für viele der 3682 Schmetterlingsarten in Deutschland. »Das Gift stellt eine Gefahr für die Biodiversität dar«. Selbst wenn Mimic »nur« bei Schmetterlingen wirken würde, so beträfe das in Deutschland immer noch alle Arten im behandelten Gebiet. »Wer Mimic spritzt, muss sich darüber im Klaren sein, dass damit auch alle Tagfalter vernichtet werden«, so die Biologin. »Mit einem Populationsrückgang bei 63 Prozent aller heimischen Tagfalter und einem mehrfach nachgewiesenen flächendeckenden Insektensterben kann man sich solche Eingriffe nicht mehr erlauben.«

Entomologe Axel Steidel
Entomologe Axel Steidel und seine Schwammspinnersammlung / Foto: Peter Zielinski

Geraer Entomologe Axel Steidel berichtet aus Südosteuropa

In Vorträgen hat der Insektenforscher Axel Steidel, Spezialgebiet Schmetterlinge, selbst Liebschwitzer, versucht, seine Erfahrungen aus unzähligen Auslandsaufenthalten der Bevölkerung und den Entscheidungsträgern in Gera zu vermitteln. Massenvermehrungen würden nur alle sieben Jahre auftreten. Die letzte Kalamität in Gera war im Jahr 2012. Im Jahr darauf wurde kein weiterer Fraßschaden mehr festgestellt. In Bulgarien und Rumänien sei die Bevölkerung nicht so stark betroffen, da die Wohnbebauung nicht so dicht an den Wald heranführe. Apropos Mensch – auch an ihm geht das Insektizid nicht so spurlos vorüber, wie es die Anwender gerne hätten. Selbst wenn die Gebiete während der Insektizidausbringung abgesperrt werden, nach Freigabe ist die Wirkung von Mimic nicht gänzlich aufgehoben. Folgen können allergische Reaktionen oder Augenreizungen sein. »Mimic wirkt langfristig und ist als gewässergefährdend eingestuft«, so Robert Hock.

 

Wald wird abgesperrt
Jonas Fischer, Mitarbeiter des Forstamts Wieda, bewacht die Zugänge zu den Waldwegen in der Nähe von Taubenpreskeln bei Gera / Foto: Peter Zielinski

Gibt es eine umweltverträgliche Alternative?

Eine ganze Reihe von, teilweise auch schon erprobten, Verfahren und Mitteln können die Wissenschaftler bereits aufzählen. Die Wirkung der manuellen Entfernung der Nester sei nicht zu unterschätzen, sagt der Populationsbiologe Mirko Wölfling. In den USA und in Kanada würde bereits die Burlap-Methode zum Einsatz kommen. Das Schwammspinnerweibchen plaziert seine Gelege gerne in der Dunkelheit in Spalten. Um die Bäume gebundene Kartoffelsäcke imitieren diesen Umstand und ziehen die Weibchen magisch an. Die Gelege ließen sich unter den Säcken dann einfach absammeln. Mit Nistkästen für Meisen hat man in den Niederlanden bei anderen Raupenarten gute Erfahrungen gemacht. Ein Meisenpärchen frisst pro Jahr 150 Kilogramm Larven und ausgewachsene Insekten.

Gelege des Schwammspinners
Gelege des Schwammspinners. Oben sieht man ein neues Gelege. Unterhalb befindet sich ein Gelege aus dem letzten Jahr. / Foto: Axel Steidel

Bakterien, Pilze und Viren

Prof. Dr. Andreas Linde von der Hochschule für nachhaltige Entwicklung in Eberswalde setzt auf einen natürlichen Feind zur dauerhaften Populationsregulation. Der hochspezifische Pilz »Entomophaga maimaiga« wurde in Asien gefunden und befällt nur den Schwammspinner. Nach gründlichen Prüfungen wurde er zunächst in den USA ausgesetzt und hat dort sehr erfolgreich die Population des Schwammspinners reduziert – und dies ohne Umweltschäden zu verursachen. Im Jahr 2000 wurde der Pilz auch in Bulgarien im Freiland ausgebracht. Im Verlauf der letzten zwei Jahrzehnte hat er sich dort etabliert und ist so effektiv, dass eine Bekämpfung des Schwammspinners überflüssig wurde. Der Schwammspinner ist zwar noch vorhanden, verursacht aber keine Schäden mehr.

Positive Erfahrungen in den USA und Südeuropa

Seitdem hat sich der Pilz von Bulgarien aus über den gesamten Balkan bis Kroatien, die Slowakei und neuerdings auch Österreich im Verbreitungsgebiet des Schwammspinners in ganz Südeuropa ausgebreitet. Er unterdrücke dort sehr effizient die Massenvermehrungen. Es sei davon auszugehen, dass der Pilz durch natürliche Verbreitung irgendwann auch Deutschland erreichen würde – doch für dieses Jahr und die nahe Zukunft käme er in Deutschland zu spät, so der Experte. Eine kontrollierte Freisetzung des Pilzes, wäre nicht nur umweltfreundlich, sondern auch kostengünstig, um die Populationsdichte nachhaltig und dauerhaft auf ein verträgliches Niveau zu regulieren. Das würden die Erfahrungen aus den USA und Südeuropa zeigen.

Auch wenn das Wort »Virus« gerade nicht sehr beliebt ist, …

… ihr Einsatz ist dennoch für die Wissenschaft ein Thema. Spezifische Baculoviren befallen und schädigen ausschließlich die Raupen des Schwammspinners. Um wirken zu können, müssten sie allerdings frühzeitig ausgebracht werden. Auch der Liebschwitzer Schmetterlingsforscher Axel Steidel hat seine Beobachtungen gemacht. In den Waldhanglagen, die zum Elsterufer weisen, trat die Massenvermehrung nicht auf. Er führt das auf die Frühnebel zurück, die aus der Elster aufsteigen. Diese Nebel, kombiniert mit kräftigen Frösten zu den Eisheiligen, würden der Schwammspinnerpopulation erheblichen Schaden zufügen.

Hubschrauber
2500 Liter Insektizidmischung versprüht ein Hubschrauber bei Gera Liebschwitz / Foto: Peter Zielinski

Ergebnisse im Laufe des Jahres

Die ersten Ergebnisse über den Erfolgsgrad der Spritzaktion werden erst im Laufe des Jahres sichtbar sein. Dann stellt sich nur die Frage: Lag es jetzt an dem ausgebrachten Insektizid, dass es zu keiner Massenpopulation gekommen ist, oder an den Temperaturen, oder am Kalamitätenzyklus, oder …? Die Anwohner wird es erst mal nicht sonderlich interessieren. Hauptsache das ekelige schwarze Gekrabbel ist weg. Viel interessanter hingegen werden die Ergebnisse einer Untersuchung aus Bayern sein, die von der TU München, der Universität Würzburg und der Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft seit 2019 durchgeführt wird. Man beobachtet Wirkung und Folgen in behandelten und nicht behandelten Gebieten. Das Projekt soll zeigen, was mit Schmetterlingen, Insekten, Fledermäusen, Vögeln und anderem Getier geschieht. Welche Auswirkungen sind auf Baumkronen- und Bodengesellschaften zu beobachten?

 

Nachdenken ist angesagt

Letztendlich müssen wir uns als Gesellschaft und als Menschheit generell die Frage stellen, inwieweit wir derart in die Natur eingreifen. Dürfen wir grundsätzlich alles tun, was möglich ist, um des kurzfristigen Erfolgs willen. Oder müssen wir vernunftorientiert Spätfolgen, selbst wenn sie heute noch nicht bekannt sind, so gut es geht einberechnen und unser Handeln daran orientieren. Menschenleben zu retten und es vor Gefahren zu schützen ist unsere erste und wichtigste gemeinschaftliche Pflicht. Müssen wir aber, mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln, Privateigentum schützen und dabei die Zerstörung vom lebensnotwendigen Allgemeingut Natur in Kauf nehmen? Gerade jetzt, in Corona-Zeiten, wenn der Egoismus allerorten wieder »fröhliche Urständ« feiert, ist eine philosophische Auseinandersetzung zwingend notwendig.

Das sind wir uns selbst schuldig.

 

Quellen:

idw/Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde

Thüringen Forst

Stadt Gera

Naturschutzbund Thüringen

MDR Thüringen

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