Der Traum von Gold - meinanzeiger.de
7. Januar 2017
Nordhausen

Der Traum von Gold

4, 5, 6, 1, 4, 4: Sechs Zahlen, sechs Rennen, einmal Podium. Erfahren von Paul Krenz. Aber nicht allein, sondern im Team von Christoph Hafer. Zum bayerischen Piloten kehrte der junge Bobanschieber aus Heringen im Sommer zurück. Zu diesem Schritt entschied sich der 25-Jährige nach dem Rücktritt des zweimaligen Vierbob-Weltmeisters Maximilian Arndt, dessen Team er eine Serie angehörte.



In Krenz´ Premierensaison (2014/2015) waren der Bayer und der Thüringer schon ein erfolgreiches Gespann. So holte es sich unter anderem bei den Junioren-Weltmeisterschaften in Altenberg die Silbermedaille. Nun wollen sie erneut angreifen – im Zweier – und Viererbob.

Damals nur im kleinen Schlitten erfolgreich, hat Krenz nun auch den den Sprung in den Viererbob geschafft. Für ihre zweite gemeinsame Saison haben sie sich stets Podiumsplätze als Ziel gesetzt. „Wenn wir es in jedem Rennen unter die Top 3 schaffen, das wäre für uns ein schöner Erfolg“, sagt Krenz, der seit einem halben Jahr für den Mitteldeutschen Sportclub startet. Bisher ging ihr Vorhaben nur einmal auf – im Viererbob auf der Heimbahn von Hafer am Königssee. Erstmals in ihrer bisherigen Karriere leuchtete nach dem zweiten Lauf die Eins im Zieleinlauf auf. Ein emotionaler Moment für alle im Team, das seinen ersten Sieg im Europacup feiern durfte.


Saisonaler Höhepunkt: Junioren-WM in Winterberg



Im Kopf bleibt dieser Erfolg als schöne Motivation für die weiteren Rennen im Europacup. Zwei Wettkämpfe stehen noch aus: St. Moritz (Schweiz, 13. bis 15. Januar) und Winterberg (24. bis 26. Januar). Schließlich wollen sie dort ihre Saisonbilanz noch etwas aufpolieren. Die bisherigen Ergebnisse können sich zwar alle sehen lassen, aber der eigene Anspruch ist ein anderer. Durch falsche Kufenwahl oder nicht so schnelle Anschubzeiten wurde bei dem einen oder anderen Rennen eine bessere Platzierung verpasst. Nicht zu vergessen die nationale wie internationale Konkurrenz, die ordentlich Druck ausübt und mit starken Zeiten glänzt.

Für Krenz bleiben die Junioren-Weltmeisterschaften in Winterberg (28./29. Januar) der saisonale Höhepunkt. „Dort will ich mit Christoph richtig angreifen.“ Zwei Medaillen, eine silberne und eine bronzene, kann der Südharzer bereits sein Eigen nennen. Die Goldene fehlt noch im persönlichen Medaillensatz und wäre für ihn der absolute Traum. Die internationale Konkurrenz ist stark, selbst im eigenen nationalen Lager wird um die Plätze hart gekämpft. Ob die Leistung des Teams Hafer im kleinen und großen Schlitten für eine erneute Medaille oder sogar zum Titel reicht, Ende Januar hat er es dann schwarz auf weiß.

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