20. März 2019
Nordhausen

Hochschule Nordhausen als Bündnispartner ausgezeichnet

Forschungspolitik

Förderprogramm „WIR! – Wandel durch Innovation in der Region“


Disparitäten zwischen den Regionen abzubauen ist das Ziel der unionsgeführten Bundesregierung. 200 Mio. Euro Forschungsförderung fließen deshalb in die neuen Bundesländer. Die Hochschule Nordhausen ist für ein Projekt zum Gipsrecycling berücksichtigt worden.

Nach wie vor bestehen erhebliche Unterschiede zwischen den Regionen. Spürbar ist das nach Worten von Bundestagsabgeordneten Manfred Grund in der Wirtschaftskraft, auch in Bezug auf Daseinsvorsorge, Infrastruktur und Mobilität. Ostdeutschland ist gekennzeichnet von einer flächendeckenden Strukturschwäche, sagt der CDU-Abgeordnete für das nördliche Thüringen. Die Auswirkungen sind Gegenstand intensiver Debatten – im Parlament, in den Medien und der Öffentlichkeit, sagt Grund, „nicht zuletzt deshalb, weil sie auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt in unserem Land maßgeblich beeinflussen.“

Manfred Grund ist überzeugt: Innovations- und Forschungsförderung sind der Schlüssel, um den vielfältigen Herausforderungen in strukturschwachen Regionen zu begegnen. „Innovative Technologien und Dienstleistungen, neue Geschäftsmodelle und soziale Innovationen sind wichtige Treiber für Wachstum und Wohlstand“, betont er. Und verweist auf die regionalen Innovationsinitiativen des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Innovationspotentiale der Regionen werden entwickelt und stärken das lokale Engagement.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete hebt das Förderprogramm „WIR! – Wandel durch Innovation in der Region“ hervor. Dessen erste Runde richtete sich gerade an ostdeutsche Projektideen. Deren Umsetzung soll in den kommenden Jahren interdisziplinäre Bündnisse aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft unterstützen.

Die siebenköpfige Jury hat im BMBF Mitte März 32 Bewerbungen genau unter die Lupe genommen. 20 können sich nun über eine Förderzusage freuen. Das BMBF investiert allein im Rahmen von „WIR!“ über die nächsten Jahre rund 200 Mio. Euro in Innovationsprojekte in Ostdeutschland.

Manfred Grund nennt es besonders erfreulich, dass die Hochschule Nordhausen mit dem Projekt RCGips ausgewählt wurde. Ziel von RCGips ist ein Gesamtkonzept zum regional überaus relevanten Recycling von Gipsabfällen, teilt Grund mit. Die Hochschule hat sich zum Ziel gesetzt, den steigenden Bedarf an Naturgips mit der Verwendung von recyceltem Gips teilweise zu kompensieren, um die Naturgipsvorkommen im Südharz zu schonen.

Um dem Ziel gleichwertiger Lebensverhältnisse ein Stück näher zu kommen, ist ein „Wandel durch Innovation in der Region“ in allen strukturschwachen Regionen Deutschlands notwendig.

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