25. Juni 2021
Nordhausen

Kompaktseminare des Landespflegerates Thüringen e.V.

Kompaktseminare des Landespflegerates Thüringen e.V. entwickeln sich zu einer Erfolgsgeschichte in der Pflegefortbildung in Thüringen

Martina Röder ist Geschäftsführerin Neanderklinik Harzwald GmbH sowie Vorsitzende des Deutschen Pflegeverbandes e.V. und Vorsitzende des Landespflegerates e.V. mit ihr konnte ich ein Interview führen, wie der Landespflegerates Thüringen e.V. in den ständig wechselnden Anforderung der Coronapandemie seine Weiterbildungsangebote weiterentwickelt hat.

  Foto: Martina Röder, Geschäftsführerin Neanderklinik Harzwald GmbH

Frau Röder, der Landespflegerat Thüringen e.V. hat wie alle Berufsverbände seine Angebote für Weiterbildungen und Kompaktfortbildungen Online erweitert. Welche Erfahrungen konnten Sie dabei sammeln?

Martina Röder: Zunächst kann ich zusammenfassend feststellen, dass ich allen Beteiligten danke für ihre Vorschläge und ihr engagiertes Mittun, damit diese Veranstaltungen so erfolgreich geworden sind, wie sie es jetzt wirklich geworden sind.

Mit welchem Thema wurde die Online-Veranstaltung begonnen?

Martina Röder: Am 25.03.2021 fand die erste Online-Veranstaltung zum Thema: „Anforderungen an die Hygiene in Zeiten von Corona“ mit dem Referenten Herrn Dr. Markus Schimmelpfennig als Facharzt für öffentliches Gesundheitswesen und Krankenhaushygiene statt. In einer sehr anschaulichen, aber auch präzisen Weise klärte er die Online-Teilnehmer über die rechtlichen und praktischen Aspekte auf, die Hygiene und Schutzmaßnahmen gegen die Übertragung von Krankheitserregern wurden ausführlich erörtert. Dabei standen natürlich immer besonders im Fokus die Probleme und Folgen der Coronapandemie.

Sie selbst haben auch ein Referat gehalten. Mit welchem Thema konnten Sie die Teilnehmer informieren?

Die Umsetzung hygienischer Maßnahmen in der Langzeitpflege wurde im zweiten Teil der Veranstaltung mit Praxisbeispielen von mir dargestellt. Gerade in der Langzeitpflege gab und gibt es ja große Herausforderungen, die sich unter den besonderen Bedingungen auch zum Teil verstärkt haben. Ich nenne da nur die Besuchseinschränkungen für Angehörige usw.

Das zeigte sich auch bei den Nachfragen und Diskussionsbeiträgen der Online-Teilnehmer. Ich freue mich, dass ich da viele Anregungen bieten konnte. Als Geschäftsführerin Neanderklinik Harzwald GmbH sowie Vorsitzende des Deutschen Pflegeverbandes e.V. bin auch durch Mitarbeitergespräche immer ganz nah dran und sammele viele Erfahrungen, insofern konnte ich da viele Themen widerspiegeln. Das wurde auch als große Anregung empfunden.

Sie haben die erfolgreiche Reihe mit einer weiteren Veranstaltung fortgesetzt. Was war dann das Thema? 

Martina Röder: Wir haben eine Kompaktfortbildung zum Thema „Pflegerecht“ am 27.04.2021 im Rahmen einer Onlineveranstaltung veranstaltet. Als Referent führte Herr RA Hubert Klein aus Köln, Hochschul- und Lehrbeauftragter sowie Fachautor im Gesundheitswesen durch die Veranstaltung.

Seine Themenübersicht war: Organisationsverantwortung mit Grundstruktur und Sorgfaltsebenen in der zivilrechtlichen, strafrechtlichen Pflege- und Organisationsverantwortung. Das wurde von den Online-Teilnehmern ausführlich erörtert und diskutiert. Weitere wichtige Themen der Onlineveranstaltung waren besonders die rechtlichen Fragen der Unterlassungshaftung mit vollen Haftungskonsequenzen für die Folgen von Unterlassungen bzw. Auslassungen und Notfallkompetenzen mit der Möglichkeit einer Sorgfaltsabweichung in kleineren und großen Notstandslagen.

Das ist sicher im Pflegebereich wichtige Fragestellung. Womit konnten Sie die Online-Teilnehmer interessieren?

Martina Röder: In einem vierten Block wurde zum Thema Arbeitsrecht mit den Möglichkeiten und Grenzen eines Gegensteuerns bei Engpässen über Arbeitgeber-Weisungsrechte noch referiert. Auch dazu geb es viele Fragen, die ja jetzt auch aktuell sind.

Und es gab noch eine weitere Onlineveranstaltung, welches Thema stand da im Fokus?

Martina Röder: Am 28.05.2021 fand die nächste Online-Kompaktfortbildung statt. Diese Onlineveranstaltung wurde durch den Hebammenverband zum Thema „Die digitale Patienten*innenakte – Was bedeutet das für die Hebammenarbeit?“ gestaltet. Auch diese Veranstaltung hat sich großer Nachfrage erfreut und hatte wirklich viele Teilnehmer.

Frau Röder welches Fazit ziehen Sie aus diesen Online-Kompaktfortbildungen und wie wird es weitergehen? 

Die Online-Kompaktfortbildungen wurden durch die Pflegeinteressierten und die Pflegefachkräfte unseres Thüringer Landes sehr gut angenommen. Gerade weil wir als Landespflegerat Thüringen e.V. mit so kompetenten Referenten zusammenarbeiten, die wirklich auf alle Themen eingehen.

Vielen Dank für das Gespräch

 

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