Stadt Pößneck verleiht erstmals Dr.-Eduard-Weißer-Preis - meinanzeiger.de
24. Januar 2020
Pößneck

Stadt Pößneck verleiht erstmals Dr.-Eduard-Weißer-Preis

Erster Preisträger ist Yves Günther aus Schlettwein

Verleihung des Dr.-Eduard-Weißer-Preiss, v.l.: Michael Modde (Bürgermeister der Stadt Pößneck), Yves Günther (Preisträger) und Christopher Ligwe (Geschäftsführer Pharmachem). Foto: Stadt Pößneck

Im Rahmen des Neujahrsempfangs der Stadt Pößneck wurde nun zum ersten Mal der Dr.-Eduard-Weißer-Preis verliehen. Der mit 1.000 Euro dotierte und von der Firma Pharmachem GmbH & Co. KG gestiftete Preis ehrt herausragendes soziales und gesellschaftliches Engagement in der Stadt. Erster Preisträger ist Yves Günther aus dem Pößnecker Ortsteil Schlettwein.

Es war eine Überraschung für die Gäste am Mittwochabend im großen Saal des Pößnecker Schützenhauses und für den Geehrten selbst. Denn bis zuletzt blieb der Preisträger des ersten Dr.-Eduard-Weißer-Preises geheim. Mit Yves Günther fiel die Wahl auf einen in vielen Bereichen Aktiven. So bereichert Günther das kulturelle Leben der Stadt unter anderem als Vereinsvorsitzender des Karnevalsclub Schlettwein e.V. Weiterhin engagiert sich der 48-Jährige ehrenamtlich im Heimatverein, in der Kirche und als Ortschronist von Schlettwein. „Im vergangenen Jahr hat Yves Günther zudem mit seinen intensiven und unermüdlichen Recherchen maßgeblich die Errichtung eines Gedenksteines für die Gefallenen des Zweiten Weltkrieges unterstützt“, so Pößnecks Bürgermeister Michael Modde.

„Mit der Stiftung des Dr.-Eduard-Weißer-Preises möchten wir uns für die beispielhafte kommunale Unterstützung bedanken“, sagte Pharmachem-Geschäftsführer Christopher Ligwe im Rahmen der Preisverleihung. Die Stadt Pößneck sei im Zuge der Unternehmensentwicklung stets ein wichtiger Partner gewesen, unter anderem als im Jahre 2016 eine Straße im Pößnecker Gewerbegebiet Ost, in welchem das Unternehmen ansässig ist, in Pharmachem Straße umbenannt wurde. „Darum sind wir auf die Idee gekommen, gemeinsam mit der Stadt ein Instrument zu entwickeln, um ihrerseits einmal einen besonderen Dank für herausragendes Engagement an Personen, Vereine oder Institutionen richten zu können“, so Ligwe.

Der Namensgeber des Preises, der Pößnecker Arzt Dr. Eduard Weißer (1835 – 1910), zeichnete sich seinerzeit durch sein soziales Engagement aus. Er stellte sich insbesondere in den Dienst der ärmeren Bevölkerung, deren Gesundheit und Wohlergehen ihm sehr am Herzen lagen. Anlässlich seines 50-jährigen Doktorjubiläums im Jahre 1908 erhielt Dr. Eduard Weißer die Ehrenbürgerwürde Pößnecks.

Der Dr.-Eduard-Weißer-Preis soll fortan jährlich verliehen werden. Als Wanderpreis wird eine Holzskulptur stets im Zuge der Preisverleihung ihren Besitzer wechseln. Die Skulptur entstand im Rahmen eines Wettbewerbs an der Schnitzschule Empfertshausen. Die weiteren Entwürfe des kreativen Schaffens der Schüler sind ab 6. Oktober dieses Jahres, dem 110. Todestag von Dr. Eduard Weißer, in einer Sonderschau im Museum642 – Pößnecker Stadtgeschichte zu sehen.

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