7. Juli 2022
Ratgeber

Blitzunfälle melden

2020 waren es 399.000 Blitze, die in Deutschland einschlugen und 52 Blitzunfälle mit Personenschaden. Doch es gibt erstaunlich wenige Daten über die Folgen. Das soll die Blitzunfallanalyse VABULA des VDE nun ändern. Foto: ronomore / www.pixabay.com

Was passiert eigentlich, wenn der Blitz einschlägt?
Eine Blitzunfallanalyse soll das untersuchen.

Allein in Deutschland gibt es jährlich 52 Blitzunfälle mit Personenschaden, Sachschäden liegen bei über 200 Millionen Euro. Um Schutzmaßnahmen und Empfehlungen für individuelles Verhalten zu verbessern, startet der Ausschuss für Blitzschutz und Blitzforschung (ABB) des VDE – Verbands der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V. – VDE ABB,  die Aktion Blitzunfallanalyse (VABULA).
Jeder kann mitmachen und Unfälle sowie beteiligte Personen melden.

399.000 Blitzeinschläge im letzten Jahr
in Deutschland allein

Ob auf einem großen Open Air-Konzert oder bei einem Spaziergang im Wald:
Vor einem aufziehenden Gewitter hat jeder Mensch Respekt.
2020 waren es 399.000 Blitze, die in Deutschland einschlugen und 52 Blitzunfälle mit Personenschaden.

Bislang keine gesicherte, breite Datenbasis

Zum Weltblitzschutztag, der kürzlich stattfand, startete der VDE Ausschuss für Blitzschutz und Blitzforschung (VDE ABB) die VDE Aktion Blitzunfallanalyse (VABULA).
Bislang beruhen die Entwicklung von Blitzschutzanlagen und Empfehlungen für individuelles Verhalten zum Teil auf Erfahrungswerten, eine breite Datenbasis gibt es dafür nicht.
Um die Schutzmaßnahmen für die Bürgerinnen und Bürger zu erhöhen, ruft der VDE deshalb alle auf, Blitzunfälle und geschädigte Personen zu melden, die weitere Datenerhebung übernehmen Fachexperten.

Warum sich mitmachen lohnt –
erstaunliche Wissenslücken schließen helfen

Aufgrund der kaum verfügbaren Daten zur Wirkung von Blitzen auf den menschlichen Körper gibt es für viele Situationen keine konkreten Empfehlungen.
So ist zum Beispiel nicht klar, welchen Abstand ein Mensch zur Sicherheit zu einer Erdungsleitung einhalten muss, wenn dort ein Blitz in die Erde geleitet wird.
Auch gibt es keine Angaben dazu, wie weit man auf freiem Feld von einem Mast entfernt sein sollte.

Diagnostik und Therapie ließen sich verbessern, wenn mehr bekannt wäre über die Auswirkungen von direkten Einschlägen, der Berührung von Gegenständen, in die der Blitz eingeschlagen hat, oder bei der Wirkung der sogenannten Schrittspannung im menschlichen Körper.
In diesem Fall führt der Blitz, der in die Erde eingeleitet wurde, zu einer Spannung zwischen den Füßen eines Menschen, der einen Schritt macht.

Mitmachen: Und so geht‘s

Auf https://www.vde.com/blitzunfall-melden finden sich alle Informationen, die zur Mitarbeit an der Aktion benötigt werden.
Als Privatperson kann man online einen Blitzunfall melden sowie die Personen, die gegebenenfalls durch die Blitzeinwirkung geschädigt wurden.
Die weitere Arbeit übernimmt eine regional ansässige Blitzschutz-Fachkraft in Kooperation mit dem VDE.
Selbstverständlich werden alle Vorgaben zum Schutz persönlicher Daten erfüllt.

 

 

Über den VDE

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Als einzige Organisation weltweit vereint der VDE dabei Wissenschaft, Standardisierung, Prüfung, Zertifizierung und Anwendungsberatung unter einem Dach.
Das VDE Zeichen gilt seit mehr als 100 Jahren als Synonym für höchste Sicherheitsstandards und Verbraucherschutz.

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Mehr Informationen unter www.vde.com

 

Also, mitmachen unter:
https://www.vde.com/blitzunfall-melden

 

2020 waren es 399.000 Blitze, die in Deutschland einschlugen und 52 Blitzunfälle mit Personenschaden. Doch es gibt erstaunlich wenige Daten über die Folgen. Das soll die Blitzunfallanalyse VABULA des VDE nun ändern. Foto: ronomore / www.pixabay.com

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