Tiere brauchen Schutz vor großer Sommerhitze - meinanzeiger.de
7. August 2020
Ratgeber

Tiere brauchen Schutz vor großer Sommerhitze

Keinesfalls sollten Tierhalter ihre Gefährten bei Hitze im Auto zurücklassen. Schon nach kürzester Zeit kann ein lebensgefährlicher Kreislaufkollaps drohen. Foto: Deutscher Tierschutzbund e.V.

Die derzeitige Sommerhitze bedeutet für Haustiere eine Gefahr 

Im schlimmsten Fall droht der Tod durch einen Hitzschlag.
Der Deutsche Tierschutzbund empfiehlt Tierhaltern, stets für Schatten und frisches Trinkwasser zu sorgen und Haustiere nicht körperlich anzustrengen.

Hunde oder auch andere Tiere dürfen keinesfalls allein im Auto bleiben, denn hier besteht akute Lebensgefahr.

 

Tiere stets im Blick behalten

„Tierhalter sollten ihre Haustiere bei den steigenden Temperaturen stets im Blick behalten, um mögliche Anzeichen von Überhitzung schnell zu erkennen“, sagt Dr. Moira Gerlach, Fachreferentin für Heimtiere beim Deutschen Tierschutzbund. „Dies können starkes Hecheln und Unruhe sein.“

 

Bei Hecheln oder Unruhe – raus aus der Hitze

Spätestens dann muss das Tier aus der Hitze gebracht werden.

Nasse Handtücher um die Gliedmaßen helfen dabei, das Tier langsam herunter zu kühlen.

 

Alarm bei flacher Atmung, apathischem Verhalten und Gleichgewichtsstörungen

Lebensgefährliche Kreislaufprobleme können sich durch stark gerötete oder sehr blasse Schleimhäute, flache Atmung, verlangsamte Reaktionen und apathisches Verhalten äußern.
Dringende Warnsignale sind außerdem Gleichgewichtsstörungen.

„Bei diesen Symptomen muss unmittelbar ein Tierarzt aufgesucht werden“, so Gerlach.

 

Schatten und Wasser sorgen für Abkühlung

Anders als der Mensch können viele Tierarten nicht schwitzen.

Die meisten Haustiere regulieren ihren Wärmehaushalt über Trinken oder Hecheln.
Deshalb ist jederzeit verfügbares frisches Trinkwasser wichtig.

Außerdem braucht das Tier einen kühlen Schattenplatz, an den es sich stets zurückziehen kann.

Große Anstrengungen sollten dringend vermieden werden.

 

Viele Hunde freuen sich im Sommer über eine Abkühlung im Wasser. Foto: Deutscher Tierschutzbund e.V./Münch

 

Verschiedene Haustiere – verschiedene Vorlieben

Mit Hunden sollte man deshalb in den kühleren Morgen- und Abendstunden Gassi gehen.
Ein Hundepool kann für die Vierbeiner die nötige Abkühlung bringen;
Katzen bevorzugen dagegen ein schattiges Plätzchen im Garten oder ziehen sich gern ins kühlere Badezimmer oder den Keller zurück.

Wer Kaninchen oder Meerschweinchen im Außengehege hält, sollte immer prüfen, ob sich ein großer Teil des Geheges den ganzen Tag über im Schatten befindet.
Schattenspendende Häuschen, kühle Steinplatten oder feuchte aufgehängte Tücher können zusätzlich für Kühlung sorgen.

 

Das Auto wird schnell zur tödlichen Falle

Unter keinen Umständen dürfen Tiere alleine im Auto gelassen werden.

Auch bei bedecktem Himmel oder geöffneten Fenstern steigt die Temperatur im Inneren rasch auf 50 Grad und mehr an und das Fahrzeug kann so schon innerhalb weniger Minuten zur tödlichen Falle werden.

Passanten, die ein Tier in Not bemerken, sollten umgehend die Polizei oder auch die Feuerwehr informieren, um das Fahrzeug öffnen zu lassen, falls der Fahrzeughalter oder Fahrer nicht schnell genug gefunden werden kann.

 

Mehr zum Thema

Weitere Tipps erhalten Interessierte auf:
www.jugendtierschutz.de/hitze

 

Quelle: Deutscher Tierschutzbund e.V.

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