Über die Hälfte der Häuslebauer in Thüringen setzen auf regenerative Energien - meinanzeiger.de
23. März 2020
Ratgeber

Über die Hälfte der Häuslebauer in Thüringen setzen auf regenerative Energien

Wer Energie sparen will, kommt um die Heizungssanierung nicht herum: Eine Erdwärmepumpe garantiert sehr hohe Effizienz, ist jedoch nicht immer umsetzbar. Eine gute Alternative bei der Modernisierung ist dann eine Luft-Wasser-Wärmepumpe. Foto: Stiebel Eltron/txn

Zunehmender Einsatz regenerativer Energien im Wohnungsneubau 2019 – über 50  Prozent

Nach vorliegenden Jahresergebnissen der Baugenehmigungsstatistik 2019 werden zur primären Beheizung der 2.007 neu geplanten Wohngebäude nach Fertigstellung zu 53,4 Prozent regenerative
Energien genutzt.
Das teilt das Thüringer Landesamt für Statistik (TLS) in einer Pressemitteilung mit.

 

Diese Grafik zeigt sehr anschaulich, für welche Energieform sich Bauherren in Thüringen derzeit am liebsten entscheiden. Grafik: Thüringer Landesamt für Statistik (TLS)

 

Die meisten Häuslebauer, die auf regenerative Energien setzen, entscheiden sich für einer Wärmepumpe

Gegenüber dem Jahr zuvor war das nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik ein Zugang von 5,2 Prozent.
Für 48,6 Prozent (976 neue Wohngebäude) ist die Ausstattung mit einer Wärmepumpe vorgesehen.

Davon planen die Bauherren von 812 neuen Wohngebäuden die Erwärmung ihres Neubaus mit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe (Umweltthermie).

Das sind 4,1 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

 

Auch Sonne, Holz und Biomasse werden genutzt

Nachhaltig, mit Hilfe von Sonnenenergie, Holz und aus Biomasse, werden, wie auch im Jahr 2018,
4,7 Prozent der Neubauten Wärme für ihre Wohnräume erzeugen.

Wie in den Vorjahren dominiert mit 3,9 Prozent der Energieträger Holz.

 

Interessant sind die regionalen Schwerpunkte… Grafik: Thüringer Landesamt für Statistik (TLS)

 

Nur noch knapp die Hälfte der Häuslebauer
setzen auf konservative Energiequellen

Öl, Gas und Strom, die zu den konventionellen Energiequellen zählen, sollen in 43,2 Prozent
(867 Wohngebäuden) für die Beheizung sorgen.

Das ist ein um 6,7 Prozent geringerer Einsatz gegenüber 2018.

 

Fernwärme macht hier 65 Prozent aus

Die Beheizung mit Fernwärme wird in 65 geplanten Wohngebäuden (3,2 Prozent) zum Einsatz kommen, ein Anstieg um 1,6 Prozent im Vergleich zum Jahr 2018.

 

Gas verliert

Die Gasheizung verliert mit einem Anteil von 41,3 Prozent als primäre Heizungstechnik an Bedeutung.
Gegenüber 2018 verringert sich der Anteil um 6,3 Prozent.

Entscheidet sich der Bauherr für eine Zusatzheizung in seinem neuen Gebäude, so ist es zu 39,4 Prozent eine Heizung aus erneuerbaren Energien.

Konventionelle Energien werden sekundär in 17,2 Prozent der neuen Wohngebäude als Wärmespender dienen.

 

Weitere Informationen und Hinweise zum Thema

  • Detaillierte Landes- und Kreisergebnisse enthält der demnächst erscheinende Bericht Baugenehmigungen in Thüringen, Dezember 2019
  • Detaillierte regionale Veröffentlichungen finden Sie hier: statistik.thueringen.de

 

Mit diesen Zahlen lassen sich spannende Vergleiche anstellen… Grafik: Thüringer Landesamt für Statistik (TLS)

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