9. April 2019
Ratgeber

Wenn der Urlaub tragisch endet

Ratgeber im Trauerfall - Der blanke Schrecken: Tod auf der Urlaubsreise

Es gehört wohl mit zu den schlimmsten Vorstellungen: Ein Familienmitglied fährt in den wohlverdienten Urlaub, genießt die schönste Zeit des Jahres – und hat einen tödlichen Unfall oder verstirbt an einer Krankheit. Was geschieht dann?

„ Bestatter in den jeweiligen Urlaubsländern bewahren den Körper der Verstorbenen auf, und wenn jemand auf einem Kreuzfahrschiff verstirbt, dann wird der Verstorbene beim nächsten Halt an Land gebracht“, erläutert Stephan Neuser, Generalsekretär des Bundesverbandes Deutscher Bestatter. „Die Angehörigen sollten den Bestatter ihres Vertrauens in Deutschland kontaktieren, und der kümmert sich um alles Weitere.“

Es sind im Wesentlichen zwei Abkommen, die die Überführung verstorbener Deutscher aus dem Ausland regeln: das so genannte Berliner Abkommen von 1937, das mit vielen Staaten weltweit abgeschlossen wurde und das Straßburger Abkommen von 1973, das „Europäische Übereinkommen über die Leichenbeförderung“.

Die darüber hinausgehenden internationalen Bestimmungen und Vorschriften sind allerdings sehr vielschichtig und können von Land zu Land noch einmal unterschiedlich sein.
Einige Länder, wie zum Beispiel Griechenland, verlangen eine Einbalsamierung also thanatopraktische Behandlung des Verstorbenen, andere nicht, erklärt Stephan Neuser weiter. Vielfach ist auch ein Zinksarg vorgeschrieben.

„Es ist gar nicht so einfach, sich da zurechtzufinden, aber im Rahmen ihrer qualifizierten Ausbildung lernen Bestatter, was in solchen Fällen zu tun ist. Außerdem hilft der Bundesverband Deutscher Bestatter, der gleichzeitig Mitglied im EU-Verband und im Weltverband der Bestatter ist, beratend weiter“, verweist Stephan Neuser auf die Bestattungsfachkräfte vor Ort.

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