10. März 2022
Saale-Orla-Kreis

Ukraine-Krieg: Saale-Orla-Kreis bereitet Aufnahme von Flüchtlingen vor

Gemeinschaftsunterkunft in Schleiz ist bezugsfertig / Einrichtung eines Ankunftszentrums in Pößneck wird vorbereitet

Symbolbild: Pixabay

Die durch den militärischen Konflikt in der Ukraine ausgelöste Flüchtlingsbewegung wird auch im Saale-Orla-Kreis zunehmend spürbar.

In den vergangenen Tagen sind mehr als 200 Flüchtlinge im Saale-Orla-Kreis angekommen, zuletzt am vergangenen Abend in Pößneck – organisiert über GGP Media, teilt das Lamndratsamt mit. Bisher konnten diese Personen durchweg über private Kontakte bzw. private Hilfsinitiativen untergebracht werden. In den kommenden Wochen wird es darüber hinaus aber auch vom Land Thüringen eine Zuteilung von aus der Ukraine geflüchteten Personen an die Landkreise geben. Im Saale-Orla-Kreis werden in diesem Zusammenhang mehrere hundert Personen erwartet. Ein konkretes Ankunftsdatum ist noch nicht bekannt.

Für die Unterbringung steht eine Gemeinschaftsunterkunft in Schleiz zur Verfügung, die von den ersten ankommenden Flüchtlingen direkt bezogen werden kann. Da die dort zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten für die Unterbringung aller schutzbedürftigen Personen jedoch nicht ausreichen, wird vom Landkreis die Einrichtung eines Ankunftszentrums vorbereitet.

Hierfür wird die Turnhalle „im Rosental“ in Pößneck in den kommenden Wochen als Erstaufnahmestelle fungieren. Die nötigen Vorbereitungen, um die Turnhalle zu einer provisorischen Unterkunft umzugestalten, werden ab Montag vorgenommen. Mit einer ersten Aufnahme von Flüchtlingen aus der Ukraine im Ankunftszentrum in Pößneck wird voraussichtlich ab 21. März gerechnet.

Von dort aus sollen die geflüchteten Personen möglichst dezentral im Landkreis untergebracht und auf einzelne Wohnungen und Unterkünfte verteilt werden. Für Personen, die Wohnraum vom Zimmer bis zur kompletten Wohnung für Flüchtlinge zur Verfügung stellen möchten, steht auf der Internetseite des Landratsamtes ein Formular bereit, mit dem das Angebot bei der zuständigen Behörde gemeldet werden kann.

Eine Koordinationsstelle für Spenden und anderweitige Unterstützung wird aktuell vorbereitet und in einem späteren Hilfsaufruf kommuniziert.

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