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3. März 2022
Saale-Orla-Kreis

Ukrainische Flagge am Landratsamt Saale-Orla-Kreis gehisst

Kreisverwaltung setzt nach Putins Überfall Zeichen der Solidarität mit Menschen aus der Ukraine / Landrat verurteilt Angriffskrieg der russischen Truppen aufs Schärfste

Landratsamtsmitarbeiter Burkhard Rank (von links), Landrat Thomas Fügmann sowie die beiden Vorsitzenden des MSC Schleizer Dreieck, Janine Ulmer und Jörg Langer, vor dem Hissen der ukrainischen Flagge vor dem Landratsamt des Saale-Orla-Kreises. (Foto: Alexander Hebenstreit / Pressestelle Landratsamt)

Schleiz. Seit Donnerstag, kurz nach neun Uhr morgens, weht die blau-gelbe Flagge der Ukraine vor dem Landratsamt Saale-Orla-Kreis in Schleiz. Damit will die Kreisverwaltung ein Zeichen der Solidarität mit den Menschen aus der Ukraine setzen, deren Leid mit der Invasion von Putins Streitkräften vor einer Woche ein ungekanntes Ausmaß annahm.

„Auch wenn wir als Landkreis keinen Einfluss auf die Ereignisse auf der großen Weltbühne haben, verurteilen auch wir den von der russischen Regierung angezettelten und durch nichts zu rechtfertigenden Angriffskrieg auf die Ukraine aufs Schärfste. Unsere Gedanken sind bei den Menschen in der Ukraine, die tagtäglich um ihr Leben fürchten müssen“, erklärt Landrat Thomas Fügmann.

„Es ist ein schreckliches und nicht in Worte zu fassendes Leid, dass sich aufgrund der Aggression des russischen Präsidenten abspielt – auch für viele Menschen in seinem eigenen Land, die Angehörige und Freunde an der Front verlieren. Schon jetzt ist klar, dass es nach nur einer Woche Krieg Jahre dauern wird, bis die Bevölkerung in der Ukraine wieder ein normales Leben führen kann. Aber wenigstens die Waffengewalt muss umgehend eingestellt werden“, fordert der Landrat.

Die Initiative zum Hissen der ukrainischen Flagge erfolgte durch den MSC Schleizer Dreieck, in dessen Depot die Fahnen zahlreicher Länder lagern. Das Angebot des Motorsportclubs, die blau-gelbe Flagge vor dem Landratsamt zu hissen, nahm der Landrat dankend an.

Bislang kamen im Saale-Orla-Kreis nach Kenntnis der Kreisverwaltung rund 50 Menschen unter, die vor dem Krieg in ihrer Heimat geflohen sind. Unterschlupf fanden sie über Freunde, Familie und private Initiativen.

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