9. März 2017
Saalfeld

Forstamt klopft auf Holz und zieht nächstes Jahr in Thüringens ältestes Forsthaus in Paulinzella ein

Im kommenden Jahr zieht wieder Leben in Thüringens ältestes Forsthaus in Paulinzella ein. Bis dahin wird es liebevoll saniert



Seit 2014 wird Thüringens ältestes Forsthaus neben der Klosterruine Paulinzella im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt saniert. Jetzt ergaben Holzbefunde, dass das Haus bedeutend älter ist als bislang vermutet. Erbaut wurde es wohl nicht 1540, sondern bereits 1474. Sobald die Sanierung im kommenden Jahr abgeschlossen ist, zieht das Forstamt wieder ein.
Mithilfe von ThüringenForst hat AA-Redakteurin Jana Scheiding einige Zahlen zu dem über 500 Jahre alten Forsthaus zusammengetragen.

1474 wurde Thüringens ältestes Forsthaus gebaut.
Seit über 500 Jahren wird es als Amtshaus für forstliche und jagdliche Zwecke genutzt.
150 Festmeter Holz, vorwiegend Weißtanne, wurden darin verbaut.
137 Tonnen CO2 hat das Holzfachwerk seit rund 550 Jahren gespeichert
Seit 2014 bis heute kostet die Sanierung 3 Millionen Euro.
Das Forsthaus hat 81 Fenster.
600 Quadratmeter beträgt die Dachfläche.
Insgesamt ist das Haus 34 Meter lang, 8,5 Meter breit und 18 Meter hoch.
740 qm Nutzfläche – ohne Dachspeicher und Gewölbekeller – stehen zur Verfügung.
2018 wird die Sanierung abgeschlossen sein. Repariert wird nur Schadhaftes, so dass viel vom alten Holz erhalten bleibt.
27 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden zukünftig im Thüringer Forstamt Saalfeld-Rudolstadt arbeiten.

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