7. April 2021
Saalfeld

Illegaler Müll

Im Raum Schleiz nimmt die Verschmutzung stetig zu

Immer mehr illegale Müllhalden im Raum Schleiz verschandeln die Umwelt. Foto: Landratsamt Saale-Orla-Kreis

Fast täglich werden immer dreistere und unverschämtere Fälle von illegaler Müllablagerung an Bushaltestellen, im Wald, in Naturschutzgebieten oder an und in Gewässern beim Fachdienst Umwelt des Landratsamtes angezeigt. Im Jahr 2020 mussten auf Kosten der Allgemeinheit allein über 10000 illegal im Landkreis abgelagerte Altreifen entsorgt werden, informiert der Fachdienst Umwelt. Die ordnungsgemäße Entsorgung würde den Verursacher etwa zwei Euro je Reifen kosten. Fährt ein durch den Landkreis beauftragtes Unternehmen zu illegalen Ablagerungsorten und entsorgt diese, wird es für alle wesentlich teurer.

Entsorgung im Wald zahlt die Allgemeinheit

„Was Menschen dazu bewegt, Sperrmüll, der kostenlos vor der Haustür abgeholt wird, an unzugänglichsten Stellen im Wald oder in Teichen zu verkippen, erklärt sich einfach nicht“, so Nadine Schwesig, Mitarbeiterin des Fachdienstes Umwelt im Landratsamt. Auch dass durch die Kreisbehörde immer mehr Autowracks beräumt werden müssen, die einfach irgendwo im öffentlichen Raum abgestellt werden, deren ordnungsgemäße Entsorgung den letzten Halter maximal eine geringe 2-stellige Summe kosten würde, ist nicht nachvollziehbar.

Bereits 100 Anzeigen über Müll in 2021

Natürlich würde die Kreisbehörde lieber auf derartige Mitteilungen verzichten. Aber in letzter Zeit häufen sich die Anzeigen und Fälle dieser Art von Umweltverschmutzungen derart, dass die Abarbeitung der Anzeigen kaum noch zu schaffen ist.  Bisher liefen seit Januar 2021 über 100 Anzeigen auf, die mit illegaler Vermüllung im öffentlichen Bereich in Zusammenhang stehen. „Es ist nicht hinnehmbar, wie rücksichtslos immer mehr Bürger die Landschaft verschmutzen und gefährden, ja offenbar das Hinterlassen von meist unsortiertem Abfall bis hin zu Tierkadavern, Bauschutt und Chemikalien in Natur und Landschaft scheinbar als selbstverständlich ansehen“, so Nadine Schwesig.

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