Moderne Jugendherberge entsteht hinter alten Mauern - meinanzeiger.de
14. September 2011
Sömmerda

Moderne Jugendherberge entsteht hinter alten Mauern

Über mangelnde Besucherzahlen können sich die Betreiber der Wasserburg nicht beschweren. Die Zimmer der Jugendherberge sind weit im Voraus ausgebucht. 12.000 jährliche Übernachtungen sind zu verzeichnen, womit die Jugendherberge zu den best ausgelasteten Herbergen zählt.

Ein Stammgast beispielsweise ist das Otto- Schott-Gymnasium aus Jena. Seit 19 Jahren sind Schüler und Lehrer jedes Jahr mindestens eine Woche vor Ort. „Mit dem gesamten zwölften Jahrgang veranstalten wir hier das Kulturpraktikum“, erklärt Martin Spantzel, einer der begleitenden Lehrer. Er lobt die Freundlichkeit des Hauses und begrüßt den Umbau und die Moderniesierung der Burg durch das Deutsche Jugendherbergswerk, Landesverband Thüringen und hofft trotz der Arbeiten auch im nächsten Jahr mit seinen Schülern wiederkommen zu können. In das Kupferrohr, das jetzt anlässlich des Umbaustarts eingemauert wurde, legte er im Namen des Gymnasiums ein von den Schülern besticktes Tuch.

Doch ebenso, ein Euro, die Tageszeitung und das Magazin des Deutschen Jugendherbergswerkes Thüringen werden an den 9. September 2011 erinnern. Nach der finanziellen Absicherung des gesamten Bauvorhabens wird im Rahmen der denkmalgerechten Sanierung der Burg bis 2016 die Bettenzahl der Jugendherberge von 52 auf 102 Betten erhöht. Der Nordflügel ist bereits entkernt. Dort beginnen die Bauarbeiten, moderne Zimmer sind das Ziel. Auch der Südflügel und das Hohe Haus werden ausgebaut und die Haustechnik auf den neuesten Stand gebracht. Der Herbergsbetrieb läuft parallel dazu weiter.

Thüringens Bauminister Christian Carius bezeichnete die Wasserburg aus dem 12. Jahrhundert mit der Jugendherberge als einzigartige Anlage. Nur Burg und Stadt gemeinsam hätten eine touristische Zukunft.

Finanzierung der Investitionskosten von 5,4 Millionen Euro Finanzierung:
– 3,75 Millionen Euro Fördermittel des Landes
– 475.000 Euro Eigenmittel der Stadt Heldrungen
– 1,2 Millionen Euro Eigenanteil des Deutschen Jugendherbergswerks Landesverband Thüringen

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