19. März 2021
Sömmerda

Sömmerda bewirbt sich um Titel leitungswasserfreundliche Kommune

Weltwassertag am 22. März wird als Anlass genutzt

(Foto: privat)

Der Weltwassertag am kommenden Montag, dem 22. März, ist der Startschuss für die Bewerbung der Kreisstadt als leitungswasserfreundliche Kommune. Die Bemühungen Sömmerdas, den Titel zu erlangen, fügen sich zugleich in die Arbeit am Projekt „Global Nachhaltige Kommune Thüringen“ ein.
Hier ist die Stadt bereits seit längerem aktiv, um verschiedene Maßnahmen innerhalb der Nachhaltigkeitsstrategie zu entwickeln.

Für die Zertifizierung zur leitungswasserfreundlichen Kommune hat sich Sömmerda an den gemeinnützigen Verein a tip: tap (aus dem Englischen übersetzt – ein Tipp: Leitungswasser) gewandt.
Dieser setzt sich seit rund 10 Jahren für die verstärkte Nutzung von Leitungswasser als Trinkwasser in Kommunen, Schulen, Unternehmen, Vereinen etc. sowie gegen Plastikmüll ein.

Im Hinblick auf das 6. Nachhaltigkeitsziel „Verfügbarkeit und nachhaltige Bewirtschaftung von Wasser und Sanitärversorgung für alle gewährleisten“ im Rahmen der Agenda 2030 nimmt sich die Stadtverwaltung Sömmerda vor, alle Anforderungen zu erfüllen, um den Titel „Leitungswasserfreundliche Stadt“ zu erhalten. Dazu muss ein unbeschwerter Zugang zu Leitungswasser für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewährleistet, über das Thema intern kommuniziert, Leitungswasser für Gäste und bei Veranstaltungen angeboten sowie kein Budget für Flaschenwasser ausgegeben und kein gesponsertes Flaschenwasser angenommen werden.

„Die Umsetzung der Anforderungen erspart uns das Einkaufen und Tragen von Wasserflaschen für bestimmte Veranstaltungen und Beratungen. Zudem wirkt sich Leitungswasser als Trinkwasser klima -und ressourcenschonend aus, da dadurch eine Menge Plastikmüll vermieden wird“, so Bürgermeister Ralf Hauboldt zur Entscheidung, die auf diesbezügliche Änderungen innerhalb der Stadtverwaltung zielt.

Aufgabe von Lena Kob, verantwortlich für das Stadtmarketing der Stadt sowie Koordinatorin des Projektes „Global Nachhaltige Kommune Thüringen“, ist es, die Anforderungen innerhalb der Stadtverwaltung konsequent umzusetzen. Dafür arbeitet sie auch mit der Betriebsgesellschaft Wasser und Abwasser mbH zusammen. Das Unternehmen ist im Auftrag des Trinkwasserzweckverbandes „Thüringer Becken“ tätig und unterstützt die Stadtverwaltung bei der Umsetzung des Titels beispielsweise mit der Bereitstellung von Wasser-Karaffen und Gläsern.

„Das Trinkwasser in Sömmerda stammt aus der Ohra-Talsperre und kann bedenkenlos getrunken werden“, betont Maik Weise, Geschäftsführer der Betriebsgesellschaft Wasser und Abwasser mbH. Dies werde durch regelmäßige Beprobung auf mikrobiologische Parameter bestätigt.

Anlässlich des diesjährigen Weltwassertages wurde von a tip: tap eine Bewegung unter dem Motto „Leitungswasser-Liebe“ gestartet. Darin ruft der Verein dazu auf: „Zeigt uns Eure Leitungswasser-Liebe!“ Mit dieser Aktion möchte der Verein sichtbar machen, wie viele Menschen bereits Leitungswasser trinken und lieben und so noch mehr Leute erreichen. Auch die Stadtverwaltung Sömmerda hat sich an dieser Aktion beteiligt und ein Foto mit Leitungswasser-Accessoires geschossen. Alle Informationen zur Teilnahme sind unter https://atiptap.org/projekte/weitere/weltwassertag/ zu finden.

Zum Hintergrund des Weltwassertages:
Im Hinblick auf den Klimawandel, auf sich ständig ändernde Konsumgüter und auf das Bevölkerungswachstum sollten sich die Menschen mehr Klarheit über die Rolle und Bedeutung des Wassers in ihrem Leben und die Umwelt verschaffen. Aus diesem Grund wurde in der 66. Generalversammlung der Vereinten Nationen im Jahr 2016 eine UN-Wasserdekade vom 22. März 2018 bis 2028 ausgerufen. Diese verfolgt im Wesentlichen das Ziel, dass sich Menschen mehr Gedanken über die lebenswichtige Bedeutung von Wasser und seinen Wert machen. So finden seit einigen Jahren verschiedene Aktionen, Projekte und Veranstaltungen am Weltwassertag, den 22. März, statt.

(Foto: privat)

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