19. Juli 2021
Thüringen

6 Jahre als Student in Polen – Folge 2

Buchcover Foto: W.N.

Studentenaustausch zwischen den damaligen sozialistischen Ländern
Wichtig erscheint es mir dabei, dass unser Aufenthalt – wir waren eine große Gruppe von DDR-Studenten – das studentische Leben sowie unsere vielfältigen Beziehungen zu Land und Leuten, die damals für uns in jeder Beziehung lobenswerte Gastgeber waren, zum Ausdruck kommen. Dies möchte ich auch, soweit möglich, durch meine damaligen zum Großteil aufbewahrten Briefe und Karten zu den Eltern nach Hause untersetzen. Dabei setze ich das wohlwollende Verständnis und die Zustimmung aller Beteiligten bzw. genannten Personen voraus. Natürlich hatte ich auch eine umfangreiche Korrespondenz mit anderen, meinen Geschwistern, meiner polnischen Freundin und späteren Ehefrau, Freunden, Schulkameraden und Bekannten.

Reise in die Jugendzeit
Für die Leser, welche sich an die Zeiten der DDR und Volkspolens sowie an den Studentenaustausch zwischen den sozialistischen Staaten erinnern, wird das Buch eine Reise in ihre Jugendzeit sein und viele Erinnerungen berühren. Es ist wie ein Zeitfenster einer Ich-Geschichte. Die jüngeren Generationen werden eine historische Epoche des Daseins in einem Teil Europas kennenlernen können, insbesondere damit erfahren, wie die Jugend dort lernte, studierte, arbeitete, ihr Leben gestalten und dabei so manche, wenn auch nur kleine Träume verwirklichen konnte. Dabei wurde uns im Laufe der Zeit immer mehr bewusst, dass Missverständnisse, Probleme oder auch Konflikte vermieden werden können, wenn man das Fremde verstehen will und lernt sowie letztendlich auch begreift. Nun könnte sich der Leser fragen, warum erst jetzt dieser Schritt, wo ich schon über 40 Jahre nach meinem Auslandsstudium bin. Dann wären ja erstens Ereignisse nach der Studienzeit und in meinem beruflichen Leben nicht berücksichtigt worden. Und zweitens mit und durch die Wende 1989/90 darf ich nun auch Dinge nennen, für die meine Familie und ich persönlich vorher zu DDR-Zeiten mehr als Ärger bekommen hätten.

Höhepunkte
Diese und einige im Buch erwähnte Höhepunkte möchte ich vorab schon andeuten. In der Abiturklasse 1967 an der Goetheschule Ilmenau war ich der kleinste Junge. Im Gruppenfoto stehe ich vorne in der Mitte.

1. Mathematik-Spezialklasse des Bezirkes Suhl 1963-67, mit Klassenlehrer Otto Trost und Chemielehrer Martin Morgenroth. Foto: W.N.
Goetheschule (EOS) Ilmenau 1963. Foto: W.N.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

DDR-Mathe-Olympiade 1965

3. Preis bei der IV. Mathematik-Olympiade der DDR 1965. Fotos: W.N.
Teilnehmer des Bezirkes Suhl

 

 

 

 

 

 


Die Überraschung zu Weihnachten

In Polen bin ich in den ersten vier Monaten von September bis Dezember 1967 um 15 Zentimeter gewachsen und habe meinen Eltern mit 1,73 m Körpergröße das schönste Weihnachtsgeschenk gemacht.

Während des Gruppenausflugs der DDR-Studenten am Sprachinstitut Uni Łódź nach Warszawa, November 1967. Fotos: W.N.

 

 

 

 

 

 

 

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