10. Mai 2022
Thüringen

Einfach nur praktisch…

Im Modellbau-Praxis-Test: Der WingFix von Teil-Q aus Thüringen

Der WingFix im Modellbau-Einsatz. Foto: Andreas Abendroth

Von Andreas Abendroth – Redaktion Sonderthemen bei FUNKE Thüringen

Jeder Modellbauer dürfte schon einmal eine Situation erlebt haben, bei welcher man sich bei Montagearbeiten eine dritte, manchmal vierte Hand, wünscht. Das Modell kippelt, rutscht oder kann nicht in der idealen Position für die auszuführenden Arbeiten gehalten werden. Eine einfach zu bedienende, aber trotzdem stabile Fixierung – wäre manchmal ein Traum. Und dann störte mich immer noch ein Punkt: die Arbeitshöhe. Entweder muss man am Tisch den Rücken krümmen oder beispielsweise auf dem Flugplatz oder am Strand sich in die Hocke-Haltung, auf die Knie begeben.

Ähnlich ging es wohl auch dem Südthüringer Christian Janda. So entwickelte er eine ganze Vielzahl an verschiedenen Modellbauständern. Dazu noch Transportständer und Schwerpunktwagen für den Flugmodellbau. Ich habe mir mal den WingFix – Black Edition – unter die Lupe genommen.

Modellbau bedeutet auch etwas handwerkliches Geschick

Das Hobby heißt Modellbau und so sollten einige handwerkliche Grundfertigkeiten auch vorhanden sein. Denn der WingFix wird als Komplettbausatz mit einem Frästeilesatz, dem notwendigen Zubehörteilen sowie einer bebilderten Bauanleitung geliefert. Ich benötige nur noch Holzleim und etwas Werkzeug.

Also ran an die Arbeit. Zunächst müssen die Einzelteile des Ständers aus der Fräsplatte getrennt werden. Dazu Kneife ich die Verbindungsstege des beidseitig beschichteten Birken-Multiplexholzes mit einem Seitenschneider durch.

Hat man alle neunzehn Teile herausgetrennt, ist man mit dem Verschleifen der „Restnasen“ richtig gut beschäftigt. Nach etwas über einer halben Stunde habe ich es geschafft. Die Einzelteile sind montagebereit. Neugierig auf das fertige Endprodukt, stecke ich alle Teile mal (lose) zusammen. Dabei fällt mir auf, dass die ganzen Teile sehr passgenau gearbeitet sind – perfekt ineinanderpassen.

Der WingFix-Bausatz ist sehr passgenau vorgefertigt

Die eigentlichen Montagearbeiten beginnen mit dem Versenken von Gewindeeinsätzen für Flügelschrauben an den vorgegebenen Stellen. Es folgen das Setzten einiger Holzdübel. Danach schlägt die Stunde des Express-Holzleimes. Gemäß der Bauanleitung werden Verbindungs- und Seitenteile ineinandergesteckt, zusammengefügt. Mit einigen leichten Schlägen mit einem Gummihammer sitzt alles richtig fest. Es folgen das Einkleben der Haken für die Senderhalterung und die Werkzeugablage.

Damit dann die Modelle am Holz nicht zerkratzen, müssen alle möglichen Auflagestellen mit selbstklebenden Gummiband (es gehört zum Lieferumfang) beklebt werden.

Mittlerweile ist der Holzleim getrocknet und ich kann die restlichen Teile – Ohren, Höhenverstellung und Flächenhalter – mittels der Flügelschrauben an die Grundhalterung schrauben. Damit der WingFix nicht auf einem Tisch rutscht, werden noch vier Gummiplättchen aufgeklebt. Zum Schluss noch einen kleinen Neodymmagneten und das Teil-Q-Logo einkleben und fertig.

Mein Fazit:

Zu guter Letzt möchte ich noch die Frage beantworten: Warum der WingFix? Er ist für mich multifunktionell einsetzbar. Auf der Werkbank oder auf dem Tisch und auf einem Keyboardständer. Er bietet unzählige Einstellmöglichkeiten. Mit dem Flächenhalter kann ich am Flugmodell auch arbeiten, wenn eine Tragflächenhälfte abgenommen ist. Und er ist auch bestens für den Schiffsmodellbau geeignet. Einfach universell unschlagbar.

Informationen: https://teil-q.de/

Fotos sagen manchmal mehr als Worte:

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