17. Dezember 2020
Thüringen

Elche mit Schlitten verdrängen Weihnachtskrippen

Santa Claus und sein Weihnachtsschlitten mit den Rentieren/Elchen sind heute genauso Tradition zu Weihnachten wie der geschmückte Tannenbaum und die Krippe darunter. Das begann 1823 mit einem Gedicht, „The night before christmas“ von dem man bis heute nicht genau weiß, wer der Verfasser ist. Die Bilder von Santa Claus zieren seit 1931 die Coca Cola Flasche. Später sind zu Weihnachten die Schlitten mit Santa Claus und den Rentieren/Elchen im Kathedralen des Konsums präsent. Dort kann sich man alles kaufen, was Herz begehrt, wenn man dafür genug Geld hat.

Der Ursprung von Weihnachten liegt zirka 400 Jahre n. Chr., damals wurde festgelegt, dass der Geburtstag von Jesus der 25. Dezember ist. Zu Weihnachten feiern die Christen Jesus Geburt und sie sollen nach seiner Lehre leben. In der Bergpredigt (Mt 5–7) ruft Jesus die Menschen dazu auf, ihre Mitmenschen zu lieben, sogar ihre Feinde mit Respekt zu begegnen. Er fordert sie auf, Gutes zu tun uns sich gegenseitig zu helfen, vor allem den Benachteiligten und Schwächeren. Laut einer Befragung im August 2020, gehören 64,2 Prozent der Deutschen einer christlichen Religionsgemeinschaft an. Wie kommt also, dass Santa Claus mit seinem Schlitten und den Rentieren zu Weihnachten präsenter sind als die Krippe?

Kann es sein, dass nicht so gut ankommt, dass Jesus, Maria und Josef Flüchtlinge aus Nahost und noch dazu Juden waren? Sie kommen aus Palästina und Jesus war zirka mit 30 von Johannes der Täufer zum Christ getauft.

Ein wahrer Christ richtet sich nach der Jesus-Botschaft. Doch da wo gilt – hast du was, bist du was – gibt es keinen Platz für Nächstenliebe. Das kritisiert Apostel Paulus im einen Brief an seinen Gehilfen Timotheus in Ephesus, etwa 64-65 n. Chr. vermutlich aus Mazedonien. „Denn die Geldgier ist eine Wurzel alles Bösen, etliche, die sich ihr hingegeben haben, sind vom Glauben abgeirrt und haben sich selbst viel Schmerzen verursacht!“ (1.Tim 6,10)Wenn wir aus diesem Dilemma rauskommen wollen, gibt nur zwei Möglichkeiten.

Die Zivilgesellschaft muss für mehr direkte Demokratie streiten, wo das Volk unmittelbar über politische und finanzielle Sachfragen mitbestimmt. Ansonsten unterwerfen wir uns immer weiter der drohenden Wirtschafts- und Finanzdiktatur, wo die Gewinne privatisiert und die Verluste sozialisiert werden.

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