19. August 2021
Thüringen

Größtes Debakel der NATO in Afghanistan

Der Sowjetisch-Afghanistan Krieg dauerte 10 Jahre und es war ein Stellvertreterkrieg zwischen den Supermächten. Die Mudschahedin wurden ausgebildet und materiell von den USA und ihren Verbündeten unterstützt. Die CIA lieferte z.B. 1985 hochmoderne Stinger-Raketen an die Mudschahedin und somit war es mit der Lufthoheit und einem schnellen Sieg für die Sowjetarme vorbei. Nachdem sich Russland 1992 als Nachfolgestaat der UdSSR mit den USA auf die Einstellung der jeweiligen Militärhilfe geeinigt hatten, war es mit der prorussischen Regierung in Kabul vorbei.

Die Taliban hatten bis 1996 mit Unterstützung der USA die Kontrolle über die wichtigsten Regionen und Städte des Landes übernommen. Überraschend wurden die Taliban 2001 durch den von den USA ausgerufenem Krieg „die Operation Enduring Freedom / Operation andauernde Freiheit“gegen den Terrorismus, besiegt.

Wissen muss man, dass es vorher in Afghanistan einen Streit um die TAP-Pipeline, von den kaspischen Gasfeldern Turkmenistans über Afghanistan bis zum Arabischen Meer gab. Es gab zwei Bewerber, der amerikanische Energiekonzern Unocal und die argentinische Gesellschaft Bridas. Bridas hatte gegenüber dem Konkurrenten Unocal den Vorteil, dass sie keine Mittel aus internationalen Geldinstituten benötigte und konnte ohne jede Voraussetzung sofort mit dem Bau der Pipeline beginnen. Aber die Unocal hätte von der Weltbank ohne international anerkannte Regierung in Kabul kein Darlehen für das Projekt bekommen.

Die Taliban wurden von nun an von der USA & NATO bekämpft und hatten somit kein Geld für die Stinger-Raketen und Panzerabwehrlenkwaffen wie z.B. die Freie Syrische Armee. Die USA behaupten, die Taliban erhalten Spendengelder aus allen Teilen der Welt, vor allem aber aus der Golfregion und diese wären größer als der Drogenhandel, aber über die Höhe gibt keine überprüfbare Angaben. Auch nicht für den Bundeswehreinsatz, denn Kritiker sagen, es waren mehr als die 12,5 Milliarden Euro, denn nicht alle Kosten sind offen gelegt worden.

Das Geschäft mit dem Krieg ist ein blutiges, doch höchst profitables für die Hersteller von Waffen, Ausrüstung etc. und ihren Aktionären. Wie konnte es sein, dass die Taliban mit Kalaschnikow und selbstgebastelten Bomben die hoch gerüsteten und ausgebildeten Armeen der USA & Nato besiegte? Die Geschichte zeigt, dass Kriege nur mit politischen Armeen gewonnen werden. Die Überzeugung der Kämpfer für eine gerechte Sache zu kämpfen, gibt den Kämpfern trotz überlegendem Feind, die Kraft zum Sieg. Der unpolitische Berufssoldat hat gegen solche Kämpfer keine Chance.

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