Im (Einbau)-Test: Ultraschall in Kombination mit Hochspannung - meinanzeiger.de
27. Juli 2020
Thüringen

Im (Einbau)-Test: Ultraschall in Kombination mit Hochspannung

Marder sind momentan in der Ranz- und Paarungszeit und verursachen viele Schäden / Eine K&K-Kombinationsgerät soll für eine effektive Marderabwehr sorgen

Ein Marderabwehrsystem aus Hochspannung und Ultraschall wurde im Motorraum des Autos instaliert. Foto: Andreas Abendroth

Von Andreas Abendroth

Im Jahr 2018 verursachten Marder 198.000 Schäden an kaskoversicherten Pkw und damit Kosten in Höhe von 69 Millionen Euro, so die Zahlen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in Berlin. Doch die realen Kosten dürfen um ein Vielfaches höher sein. Die Teilkasko-Versicherung für ein Auto übernimmt in der Regel nur den Teil der durch die Marderbisse verursachten Schäden (direkter Schaden). Die Schadensdeckung ist dann auf die zerstörten Teile beschränkt, gilt jedoch nicht für Folgeschäden.

Doch kann man diese Schäden verhindern? Hier gilt das Motto: Vorbeugen kann nicht schaden.

Die Meinungen von Fachleuten – besonders bei Hausmitteln – gehen sehr weit auseinander, wenn es um passende Abwehrmaßnahmen geht. Schadensminimierung ist angesagt. Bewährt haben sollen sich technische Lösungen. Marderschutzgeräte, welche mit Ultraschall oder ungefährlichen Elektroschocks arbeiten. Und die Kombination von beiden Systemen.

Da die Marder in unserer Gegend gerade sehr stark ihre Revierkämpfe mit Beißverhalten ausleben, habe ich mich auf Anraten einer Kfz-Werkstatt für das K&K Kombinationsgerät M9700 entschieden. Das System arbeitet autark von der Autoelektrik, mit Batterien. Es besteht aus dem Steuergerät, einem wasserdichte Kuppellautsprecher, der einen pulsierenden Sinusultraschall abstrahlt, sechs Hochspannungs-Multi-Kontaktbürsten und Kabel. Dazu kommt noch ein Sicherheits-Motorhauben-Schalter, der beim Öffnen der Motorhaube die komplette Hochspannung abgebaut.

Ich gebe zu, der Einbau war eine ganzschöne Fummelei, wird bei modernen Fahrzeugen der Platz im Motorraum sehr gut ausgenutzt. Auch die Nachbarn aus der Straße beobachten die Installation der einzelnen Komponente voller Interesse — würden die Arbeiten eher in einer Werkstatt in Auftrag geben. So viel Zeit und Geschick hätten sie nicht. Zuerst habe ich überlegt, wo die optimalen Einbaustellen für die einzelnen Systembausteine sind. Das Ultraschallgerät mit seiner 360 Grad Kuppel muss so eingebaut werden, dass möglichst eine große Abstrahlungsfläche ohne Hindernis abgedeckt wird. Die Kontaktbürsten werden an Stellen montiert, wo der Marder „vorbeikommen“ könnte.

Und ich war glücklich nach über zwei Stunden Arbeit, als die Anzeigen am Steuergerät entsprechend der Bedienungsanleitung blinkten.

Ich hoffe, dass zukünftig solche Schäden durch Revierkämpfe nicht mehr in meinem Auto ausgetragen werden.
Foto: Andreas Abendroth

Nun ist mein Auto geschützt durch hochfrequente Töne und durch eine Art Weidezaun im Kofferraum. Falls sich ein Marder trotz Ultraschall in den Motorraum wagt, wird er nun mit einem seichten Stromschlag begrüßt und hoffentlich vertrieben. Natürlich ist mir bewusst, eine hundertprozentige Garantie gibt es nicht.

Doch kann man den Schutz nachweisen? Die Idee, das Aufstellen einer Wildkamera. Und… Seit nunmehr einer Woche wurde die Kamera nicht mehr durch einen Marder ausgelöst. Es war wohl die richtige Entscheidung, sich für ein solch innovatives Kombinationsgerät zu entscheiden.

Technische Informationen zum eingebauten K&K Kombinationsgerät M9700 und viele Informationen mehr unter: www.kuk-marderabwehr.de

Hier finden Sie Informationen rund um den Steinmarder und Abwehrmaßnahmen:

https://meinanzeiger.de/ratgeber/starke-nerven-wegen-ungebetener-gaeste/

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