1. Dezember 2022
Thüringen

Innenstädte bekommen mit Tourismus und Kultur mehr Anziehungskraft

Mitglieder des DIHK-Tourismusausschuss trafen sich in Gera und Altenburg

Die jährliche Aktion "Heimat shoppen", gekoppelt mit Kultur- und Tourismusangeboten, ist eine der IHK-Initiativen zur Belebung der Innenstadt. (Foto: IHK)

Touristiker aus der gesamten Bundesrepublik haben sich in dieser Woche zu einer zweitägigen Beratung in Gera und Altenburg getroffen. Sie sind Mitglieder des Tourismusausschusses des Deutschen Industrie- und Handelstages (DIHK).

Thema der von der IHK Ostthüringen zu Gera ausgerichteten Veranstaltung war die nachhaltige Entwicklung von Innenstädten. Die Vorsitzende des DIHK-Tourismusausschusses und Vizepräsidentin der IHK-Ostthüringen, Christine Büring, organisierte in Gera und Altenburg zwei Stadterkundungstouren, um mit Stadtbeispielen verschiedener Größe eine Diskussionsgrundlage zu bieten. Für die hauptamtlichen Touristiker wurden diese Beispiele aus der Praxis zu einem inspirierenden Erlebnis für Geist und Sinne.

So konnten sich vor Ort die Fachleute in kleinen Gruppen nicht nur mit den Kollegen im Tourismus austauschen, sondern auch mit Vertretern von Politik, Wissenschaft, Kultur und Bau, die an ausgewählten Stationen Rede und Antwort gaben. Dazu warteten auf dem Weg regionale Spezialitäten.

Im Anschluss diskutierten beim gemeinsamen Abendessen in Altenburg die Touristiker weiter mit Dr. Axel Erler vom Thüringer Nachhaltigkeitsbeirat, Architekt und Leerstandsmanager Gernot Lindemann, Sozialwissenschaftlerin Dr. Grit Martínez, Landtagsabgeordneter Christoph Zippel, Stadtmensch Gründerin Susann Seiffert und Lokalpolitikerin Mandy Eissing. Interessante Impulse steuerte auch der Landessprecher der Grünen, Bernhard Stengele, bei – ehemals Schauspieldirektor im Theater Gera Altenburg: „Unsere Innenstädte sind das, was Europa ausmacht. Sie sind gleichzeitig Lebensraum, Begegnungsraum, Ort der Wirtschaft und der Kultur. Sie mit neuen Inhalten zu füllen und zu beleben ist nicht nur im Interesse der Touristiker. Es ist eine Querschnittsaufgabe der gesamten Gesellschaft, die ihre Art zu leben und sich auszutauschen neu finden muss. Groß gedacht, ist es ein europäisches Projekt eines ‚way of life‘“, so das Fazit von Christine Büring.

Aktuelle Themen wie Fachkräftebedarf, Ausbildung und Energie-Unsicherheiten standen am zweiten Arbeitstag auf der Tagesordnung. Dirk Binding, Bereichsleiter Digitale Wirtschaft, Infrastruktur, Regionalpolitik beim DHK hatte viele Fragen an die Unternehmer und nimmt die praktischen Anregungen und Meinungen mit nach Berlin.

„Tourismus und Kultur sind wichtige Faktoren für die Entwicklung von Innenstädten – mit wachsender Bedeutung. Sie bekommen damit Erlebniswert und Anziehungskraft“, betont die Ausschuss-Vorsitzende Christine Büring. Die Diskussion lebe von Ideen, die aus vielen Richtungen und Branchen entwickelt werden.

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