11. September 2021
Thüringen

Jede Generation muss immer wieder für Freiheit und Demokratie kämpfen

Vor der Tribune der AfD am Marktplatz in Weimar am 9. September, waren die Biergarnituren meistens mit älteren Herrschaften besetzt. Sie erkämpften sich durch die friedliche Revolution Freiheit und Demokratie. Heute sind sie enttäuscht, über die niedrigen Löhne, Zeitarbeit, Minijobs und über Hartz IV! Aber die Betroffenen können nur als Mitglieder der Gewerkschaften die Arbeitgeber zwingen, den Beschäftigten den vollen Marktwert ihrer Arbeitskraft zu zahlen. Denn die Tarifautonomie, ist keine Aufgabe des Staates. Sonder eine bindende Vereinbarung zwischen der Gewerkschaft und dem Arbeitgeber. Warum gehören im Osten nur 13,4 Prozent der Beschäftigten einer Gewerkschaft an? Wer soll also für die Beschäftigten kämpfen, wenn nicht sie selbst? Ist ihnen bewusst, dass sie, wenn sie die AfD wählen, das Rad der Geschichte zurück drehen?

Deshalb war es wichtig das die junge Leute auf den Markt gegen die AfD, für Freiheit und Demokratie demonstrierten, trotz der damit verbundenen Problem. Bereits Dr. Heiner Geißler, CDU (1930-2017) fasste sie so zusammen: „ Das Familienbild ist heute nicht mehr identisch mit dem der 50er-Jahre, die Voraussetzungen haben sich verändert. Heute müssen beide Elternteile arbeiten, um die gemeinsame Existenz zu sichern. Insofern muss sich die Gesellschaft öffnen für die Probleme dieser Familien!“

Aber die aktuelle Politik hat hier versagt. Es ist an der Zeit, dass eine mögliche RRG – Regierung endlich das Ahlener Programm der CDU von 1947 umsetzt, in dem festgestellt wurde: „Das kapitalistische Wirtschaftssystem ist den staatlichen und sozialen Lebensinteressen des deutschen Volkes nicht gerecht geworden. Inhalt und Ziel dieser sozialen und wirtschaftlichen Neuordnung kann nicht mehr das kapitalistische Gewinn- und Machtstreben, sondern nur das Wohlergehen unseres Volkes sein“.

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