Lindenau-Museum Altenburg will digitaler werden - meinanzeiger.de
12. Januar 2021
Thüringen

Lindenau-Museum Altenburg will digitaler werden

Das Lindenau-Museum im Sommer. (Foto: David Pöge / Pixabay)

Die Digitalisierung der Sammlungen des Lindenau-Museum Altenburg steht ganz oben auf der Liste der Pläne des Hauses für die kommenden Jahre. Der komplette Bestand soll sowohl für die wissenschaftliche Forschung wie auch für den Zugriff interessierter Laien ermöglicht werden, sagt Museumsdirektor Roland Krischke. Dabei werde es auch darum gehen, das Angebot barrierefrei und etwa für Kinder spielerisch-didaktisch zu gestalten.

Ein weiterer Schwerpunkt soll nach Krischkes Worten dem Ausbau der Forschung zur Herkunft von Kulturgütern dienen. Dabei wollen die Altenburger auch den Blick auf Objekte richten, die zu DDR-Zeiten in den Museen der DDR untereinander verlagert wurden. Weiterhin im Fokus behalten will das Haus die Forschung zu jüdischem Kulturgut.

Ermöglicht werden die Planungen durch die Zusage des Bundes, dem Lindenau-Museum bis 2027 jährlich bis zu zwei Millionen Euro für Projekte zur Verfügung zu stellen. Das Geld solle auch dazu verwandt werden, die kulturelle Bildung zu stärken, erklärte der Museumschef. Neben dem bereits bekannten Studio Bildende Kunst sollen eine Holzwerkstatt und ein Medienstudio entstehen. Außerdem wollen die Museumsmacher ein Mutter-Kind-Angebot entwickeln, um kleine Mädchen und Jungen frühzeitig an die Kunst heranzuführen.

Das Stammhaus des Museums wird derzeit umfassend saniert. Ursprünglich hatte Krischke gehofft, das Haus zum 175. Jubiläum der Eröffnung im Jahr 1848 wieder für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Dies werde sich jedoch nicht halten lassen, räumte er ein. Derzeit hat das Lindenau-Museum ein vorübergehendes Domizil bezogen, in dem nur kleinere Teile der Sammlung gezeigt werden können.

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