Mein Museum: Besuch im geteilten Dorf - meinanzeiger.de
9. Juni 2020
Thüringen

Mein Museum: Besuch im geteilten Dorf

Das Deutsch-Deutsche Museum in Mödlareuth zeigt, wie die grüne Grenze zur abgeriegelten Sperrzone mit Mauer wurde

Kernstück des gesamten Museums ist die Original-Mauer.

Kernstück des gesamten Museums ist die Original-Mauer.

Was gibt‘s Musehenswertes?

Kernstück des gesamten Museums ist die Original-Mauer. Auf dem begehbaren Freigelände ist das Highlight die Sperranlage. Dort stehen unter anderem ein Original-Beobachtungsturm, ein Metallgitterzaun, auch der Kfz-Sperrgraben ist vorhanden. Es ist sehr viel erhalten geblieben und deshalb ein authentischer Ort. Die Dauerausstellung dokumentiert zudem die Geschichte des geteilten Dorfes Mödlareuth und eine Fahrzeugausstellung die Mobililät entlang der Grenze.

Woran führt kein Weg vorbei?

Niemand sollte sich das Originalstück der Mauer entgehenlassen.

Außer der Reihe

Die Grenze wird multiperspektivisch beleuchtet, um alles objektiv darzustellen und Vorurteile zu entkräften.

Museum zum Anfassen

Im Freigelände ist es möglich. Doch den Grenzzaun kann man nur symbolisch anfassen, denn man sieht, dass er kein Schutzwall war, sondern nach innen gerichtet.

Ihr liebstes Stück?

Die Fluchtkleidung einer Person, die 1973 über die Mödlareuther Mauer geflüchtet ist: weißes Poloshirt, Wildlederjacke, Handschuhe und eine rekonstruierte Fluchtleiter.

Sind auch Kinder hier museumsreif?

Das Deutsch-Deutsche Museum ist außerschulischer Lernort, unter anderem mit Vorträgen, Kino und Führung. Etwa 500 Schülergruppen besuchen uns im Jahr. Für Kinder ist es ein wichtiges Kapitel aufgrund der deutschen Geschichte.

Museums-Rundgang

Für eine Führung durch das Museum mit Freigelände und Einführungsvortrag sollte man anderthalb bis zwei Stunden einplanen und sich vorher anmelden. Zu jeder
vollen und jeder halben Stunde wird im Museumskino der Film „Alltag an der Grenze“ gezeigt.

Museum zum Mitnehmen

Im Museumsshop gibt es neben Literatur und Filmen unter anderem auch Postkarten mit historischen Motiven.

Das muss gesagt werden

In absehbarer Zeit wird es einen Museumsneubau geben. Das geteilte Dorf als Themenschwerpunkt wird erweitert.[ SERIE: MEIN MUSEUM ] Das Deutsch-Deutsche Museum in Mödlareuth zeigt, wie die grüne Grenze zur abgeriegelten Sperrzone mit Mauer wurde

Museum For You

Den Grenz-Film gibt es in englisch und französisch und die Flyer in diversen Sprachen.

 

Zur Sache

Deutsch-Deutsches Museum Mödlareuth
Mödlareuth 13
95183 Töpen / Mödlareuth

Öffnungszeiten:
dienstags bis sonntags –
in der Zeit vom 1. November bis 28. Februar von 9 bis 17 Uhr
und vom 1. März bis 31. Oktober von 9 bis 18 Uhr

Kontakt:
Telefon: 0 92 95 / 13 34
E-Mail: info@museum- moedlareuth.de

Internet: www.museum- moedlareuth.de

Notiert von: Sandra Rosenkranz

Grenzzaun
Den Grenzzaun kann man nur symbolisch anfassen, denn man sieht, dass er kein Schutzwall war, sondern nach innen gerichtet.
Museumsleiter Robert Lebegern
Robert Lebegern –
Museumsleiter, Historiker und Volkskundler
Kernstück des gesamten Museums ist die Original-Mauer. Das ist der Blick von bayrischer Seite.
Kernstück des gesamten Museums ist die Original-Mauer. Das ist der Blick von bayrischer Seite.
Original-Mauer
Kernstück des gesamten Museums ist die Original-Mauer.

Fluchtkleidung
Die Fluchtkleidung einer Person, die 1973 über die Mödlareuther Mauer geflüchtet ist: weißes Poloshirt, Wildlederjacke, Handschuhe und eine rekonstruierte Fluchtleiter.
Fluchtkleidung
Die Fluchtkleidung einer Person, die 1973 über die Mödlareuther Mauer geflüchtet ist: weißes Poloshirt, Wildlederjacke, Handschuhe und eine rekonstruierte Fluchtleiter.
Ein Betonbeobachtungsbunker mit Tarnanstrich im Freilgelände.
Ein Betonbeobachtungsbunker mit Tarnanstrich im Freilgelände.
 ein Fahrzeug, mit dem die Grenzsoldaten Patrouille fuhren
ein Fahrzeug, mit dem die Grenzsoldaten Patrouille fuhren
Die Sperranlagen im Freilgelände mit Beobachtungsturm.
Die Sperranlagen im Freilgelände mit Beobachtungsturm.

 

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