29. Januar 2021
Thüringen

Mitten aus dem Leben – ungekürzt und heimatverbunden

Gerd Zeuner betreut das Internetportal meinAnzeiger.de des Allgemeinen Anzeigers, das vor zehn Jahren startete und letztes Jahr über eine Million Leser hatte. Foto: Daniel Dreckmann

Wir sprechen mit Gerd Zeuner über das Internetportal meinAnzeiger.de, das in diesen Tagen bereits sein 10-jähriges Jubiläum feiert

 

Sie betreuen seit 2017 das Internetportal meinAnzeiger.de. Wie sind Sie dazu gekommen

Anfang 2011, also vor zehn Jahren, ging meinAnzeiger.de als Internetportal des Allgemeinen Anzeigers ins Netz. Seit dem Anfangsjahr bin ich auf dem Portal aktiv dabei und poste regelmäßig Beiträge. Diese Internetaktivitäten und meine Affinität zum Web blieben meinem Chefredakteur nicht verborgen, weshalb er mich vor vier Jahren mit dem Communitymanagement von meinAnzeiger.de betraute.

 

Lesegewohnheiten faszinieren

Was reizt Sie an dieser Aufgabe am meisten?

Neben der Kommunikation mit den Bürgerreportern finde ich das Verfolgen der Lesegewohnheiten unserer User besonders reizvoll.

 

Ungekürzte Beiträge und größere Fotoauswahl

Wo, würden Sie sagen ist der Unterschied zur gedruckten Ausgabe und zum E-Paper des „Allgemeinen Anzeigers“?

Für die gedruckten Ausgaben müssen wir Redakteure unsere Beiträge aus Platzgründen oftmals kürzen. Und es ist immer eine besondere Herausforderung, aus der Vielzahl der Fotos mit verschiedenen Motiven, die wir für eine Geschichte „geschossen“ haben, ein oder zwei Bilder herauszusuchen. Auf meinAnzeiger.de können wir unsere Artikel ungekürzt und alle Fotos zu den Beiträgen veröffentlichen.

 

93 BürgerReporter sind derzeit aktiv

Alleine wäre die Betreuung des Portals sicher kaum zu schaffen. Wie viele Redakteure und wie viele Bürgerreporter arbeiten derzeit für meinAnzeiger.de?

Nach der Neustrukturierung unseres Portals Anfang 2020 sind derzeit 33 Redakteure der Funke Medien Gruppe Thüringen und 93 BürgerReporter auf meinAnzeiger.de registriert.

 

Einfach anmelden und loslegen

Wie kann ich zum BürgerReporter werden?

Engagierten BürgerReportern und interessierten Hobbyautoren wird die Möglichkeit geboten, Beiträge und Fotos auf meinAnzeiger.de zu veröffentlichen. Wer das möchte, kann über den Registrierungslink am Fuß der Startseite ein entsprechendes Formular ausfüllen.

 

Vereine, Umfeld, Hobbys – alles ist interessant

Und was darf ich dann veröffentlichen? Kann ich zum Beispiel über meinen Verein schreiben?

Selbstverständlich können BürgerReporter auf unserem Portal über ihre Vereine, ihre Hobbys und ihr Umfeld berichten. Es dürfen alle Inhalte eingestellt werden, die nicht gegen geltendes Recht und die Netiquette im Internet verstoßen. Zudem sind Beiträge mit werblichen Inhalten untersagt. Nachzulesen ist das in den AGB unseres Portals.

 

Nach Deutschland in den USA die meisten Leser

Gibt es Untersuchungen, wer die Beiträge auf meinAnzeiger.de liest und wie viele Leser das Portal hat?

Die meisten Leser kommen natürlich aus Deutschland. Voriges Jahr waren das über eine Million, das sind 93 Prozent der Gesamtleserschaft. Auf Platz zwei liegen 2020 erstaunlicherweise die Vereinigten Staaten mit rund 25.000 Lesern, das sind über zwei Prozent aller Nutzer. Aus Österreich und der Schweiz wurde meinAnzeiger.de voriges Jahr über 14.000 bzw. fast 12.000 Mal aufgerufen, das sind jeweils rund ein Prozent aller Leser. Darüber hinaus schauten 2020 fast 6.000 Norweger auf unser Portal und fast 2.000 Holländer. Darüber hinaus sind Leser aus allen europäischen Ländern auf unserem Portal unterwegs und sogar aus Afrika, Australien und Amerika.
Gelesen werden die Beiträge zu 65 bis 85 Prozent auf mobilen Endgeräten. Das ist tageszeitabhängig. Im Schnitt benutzen drei Viertel unserer Leser das Smartphone – der Anteil von Tablets ist verschwindend gering – und ein Viertel den PC, um Beiträge auf unserem Portal zu lesen.

 

Babys und Polizeigeschichten

Was wird besonders gern gelesen?

Beliebt sind immer wieder Geschichten, die das Leben schreibt. So ist die Babygalerie mit den Neugeborenen ein Renner – außer zu Zeiten des Corona bedingten Besucherverbotes in den Geburtenklinken, der auch unsere Fotografen traf. Gern gelesen werden auch die Blaulichtmeldungen der Polizei.

 

Wilde Polizei-Verfolgungsjagd auf Platz 1

Was waren die erfolgreichsten Beiträge der letzten Zeit?

Der am meisten gelesene Beitrag voriges Jahr war der Bericht über eine Verfolgungsjagd der Polizei eines flüchtenden Unfallverursachers durch Zwickau und Greiz. Über 28.000 Leser haben diesen Beitrag angeklickt. Rund 12.000 Menschen haben voriges Jahr den Beitrag über die so genannten „Bildererger Konferenzen“ gelesen und ganz vorn waren natürlich die Berichte über die „Greizer Körperwelten“ des Plastinators Gunther von Hagens. Die fünf Beiträge darüber wurden insgesamt rund 33.000 Mal aufgerufen.

 

Werben auf meinAnzeiger.de

Wenn ich gerne auf meinAnzeiger.de werben würde, an wen wende ich mich dann?

Informationen zur Onlinewerbung gibt es per E-Mail unter digital.th@funkemedien.de bzw. telefonisch unter 0361 / 2 27 – 52 94.

 

Berichte aus ganz Thüringen

Wo sehen Sie die größten Herausforderungen für meinAnzeiger.de?

Als BürgerReporter- und Info-Portal möchten wir für unsere Leser Artikel, Fotos und Bildergalerien aus allen Regionen Thüringens veröffentlichen. Aktuelle Nachrichten und spannende Artikel aus dem Grünen Herzen Deutschlands sollen noch aufgeräumter, einfacher und übersichtlicher präsentiert werden.

 

Manche Geschichten berühren

Wenn man jeden Tag mit Nachrichten auf dem Portal zu tun hat, gibt es dann noch Beiträge, die einen richtig fesseln oder überraschen?

Überaus faszinierend waren Mitte Januar zum Beispiel die eindrucksvollen Winter-Impressionen aus unserem Freistaat. Persönlich betroffen gemacht hat mich die Meldung über den tragischen Unfall eines kleinen Mädchens Anfang des Jahres in Gera.

 

Die langersehnte Meldung

Gibt es noch eine Meldung, die Sie gern mal auf meinAnzeiger.de lesen würden?

Das wäre sicher die Meldung über das Ende der Corona-Pandemie und dass damit das gesellschaftliche und kulturelle Leben wieder seinen normalen Verlauf nehmen kann.

 

Interview: Daniel Dreckmann

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