29. April 2022
Thüringen

Rhein-Erft-Kreis: Podiumsdiskussion zur Landtagswahl NRW

Vertreter aller Parteien und Freie Wähler diskutieren über Hochwasser

Freie Wähler diskutieren im Rhein-Erft-Kreis zum Thema Hochwasserschutz

David Held, Fraktionsvorsitzender BBK Freie Wähler

Köln / Erftkreis: Im Rahmen der #Landtagswahl NRW luden am 28. April 2022 die Hochwasser-Initiative und der Nabu Rhein-Erft in die Aula der Liblarer Gottfried-Kinkel-Realschuleum im Rahmen einer öffentlichen Podiumsdiskussion zu Fragen der Bürger aus den besonders von der letztjährigen Hochwasser-Katastrophe betroffenen Teile des Rhein-Erft-Kreises Stellung zu nehmen. Moderiert wurde die Veranstaltung von Bernd Rupprecht, Journalist und bis Ende letzten Jahres zuständig für Kölner Stadt-Anzeiger und Rhein-Erft Rundschau. Teilnehmer von Seiten der Freien Wähler war David Held, Direktkandidat für den Rhein-Erftkreis III und, so wollte es der Zufall, früher Schüler am Ort der Podiumsdiskussion.

Im Vorfeld hatten sich die Teilnehmer bereits mit Bürgern bei einem Vor-Ort-Termin am Krater der Blessemer Kiesgrube bzw. im Innenhof der besonders betroffenen Burg Blessem getroffen.
Natürlich konnte eine solche Veranstaltung nicht auf die Darstellung abstrakter Positionen der Parteien beschränkt bleiben, dazu haben die Erftstädter Bürgerinnen und Bürger unter den Folgen von Starkregen und der Flutkatastrophe Mitte letzten Jahres viel zu sehr gelitten. Wie viele mitteilten, sind die materiellen und psychischen Folgen immer noch sehr präsent.


Podiumsdiskussion mit der Landtagskandidatinnen und den Landtagskandidaten zu drängenden Fragen der Bürger.


Dennoch vertraten die Parteien ihre parteipolitische Grundlinie, wenn auch mit großer Bereitschaft, auch andere Positionen gelten zu lassen. Nur in wenigen Momenten konnten die Kandidatin und die Kandidaten konkret werden; häufig musste auf die Zuständigkeit der kommunalen Ebene verwiesen werden. Mit Ausnahme der Grünen, die sich schon von selbst als ‚Verbotspartei‘ präsentierten und auch selbst so bezeichneten, zeigten alle Vertreter auf dem Podium die Bereitschaft, bürgernahe und problemorientierte Politik zu leisten.
David Held ist es gelungen, den ideologiefreien und bürgerzentrierten Politikansatz gekonnt zu vermitteln. So machte er klar, dass bei aller Betroffenheit stets die Gesamtheit der Interessen im Blick gehalten werden müsse, wenn es darum geht, Maßnahmen zu ergreifen. Es dürfe zu keinem Ausspielen von Betroffenen gegeneinander kommen.
Auch wies er darauf hin, dass die repräsentative Demokratie der beste Weg ist, einen auf Interessensausgleich fokussierten Politikbetrieb aufrechtzuerhalten. Die Bürgerinnen und Bürger anerkannten, dass nur gewählte Politiker stimmberechtigt sein dürfen und auch sein sollten.

Basierend auf seinen Tätigkeiten in kommunalen und übergeordneten Verwaltungen erläuterte David Held sehr anschaulich, wie nur schwerfällig Änderungen in einem Verwaltungsapparat umgesetzt werden können. Die Zuhörer lauschten gebannt und wünschten ihm Erfolg bei dieser langwierigen, dennoch dringlichen Arbeit zur Anpassung der Landesverwaltung. David Held ließ durchblicken, dass koordinierter Katastrophenschutz so dringend ist, dass dieser auf Landesebene konzentriert wahrgenommen werden muss.
Vermutlich hat David Held mit dieser Veranstaltung alleine mehr Wähler für die Freien Wähler generiert, als alle vorherigen Wahlkampfveranstaltungen zusammen. Wir wünschen ihm jedenfalls das nötige Quäntchen Glück, auf dass er ideologiearme und bürgernahe Politik künftig im Landtag wahrnehmen kann.

(Quelle: Willi Kamuff)

Auch interessant