27. April 2021
Thüringen

„Wander-Herz“ und „Plänckner-Cup“

Mit zwei neuen Cups das „Grüne Herz Deutschlands“ und seine Geschichte erleben

Foto: pixabay

In einer gewiss nicht so einfachen Zeit und in Ermangelung sportlicher Angebote eröffnet der Pummpälz zwei interessante Cups. Neben den volkssportlichen Höhepunkten mit ihren Fixterminen im August und September, wie Rennsthike World Championship oder Höllwand-Marathon, besteht ein großer Wunsch der Sportbegeisterten nach individueller Planung und Durchführung an möglichst identischen Orten.

Hinzu kommt das Luther-Jubiläum, das bekanntermaßen nicht vertagt werden kann. Jedes Kind dürfte oder sollte wissen, dass vor 500 Jahren Martin Luther entführt und auf der Wartburg in Schutzhaft genommen wurde, wofür er sich mit der Schaffung der deutschen Sprache bedankte. Der Wunsch der Menschen zum Besuch der fast 1000 Jahre alten Wartburg ist ungebrochen.

Warum also nicht den Wanderer ein interessantes Konstrukt zur Verfügung zu stellen, um auf der einen Seite seiner Passion zu frönen und andererseits gleichfalls Orte zu erleben, wo Weltgeschichte geschrieben wurde? Gelingen tut dies mit dem „Thüringer Wander-Herz“. Es führt die Wandersleut nicht nur zur weltberühmten Burg, sondern auch zum Luther-Stammort Möhra oder in das wegen seines mittelalterlichen Baukerns sehr erlebenswerte Städtchen des Schmalkalder Bundes. Und schließlich wird der Wandersmann oder Frau gefangen von der Geschichte am Lutherbrunnen in Tambach-Dietharz oder weit oben am Großen Dreiherrnstein am Rennsteig mit dem Lutherweg. Über dieses sehr große Gebiet bis hin zur Saale hellem Strande in Blankenstein sind vom Pummpälz digitale Stempelstellen verortet. Somit wird dem Aspekt der meist allen Wanderern nachgesagten Sammelleidenschaft mit der Ausstellung eines online-Wanderpasses Rechnung getragen. Man hat also Geschichte greifbar erlebt und ein „Herz“ gefunden. Wer zum Beispiel in einem Jahr mindestens 500 km erwandert, erhält am Jahresende das „Luther-Wander-Herz“.

Gleichfalls geschichtlich geht es beim „Plänckner-Cup“ zu. Dem Regimentskommandeur und Kartographen des Herzogs von Coburg-Gotha, Julius von Plänckner, gelang 1830 die Ersterwanderung des gesamten Rennsteigs von der Saale bis zur Werra. Somit stellt der Cup andere Anforderungen an die Bewerber als beim „Wander-Herz“. Hier können sich Multikönner und Freunde des Ausdauersports messen und alle Stätten Plänckners nachvollziehen und trotzdem die Schönheiten des Grünen Herzens von Deutschland erleben. Ähnlich wie beim „Wander-Herz“ dem Nimmersatten für die meisten Wander-Kilometer im Jahr der Titel des Wanderkönigs oder Königin zusteht, erhalten beim „Plänckner-Cup“ die Besten den Awo Sano-, Akzent- oder Ahorn-Cup.

 

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