19. Februar 2022
Thüringen

Worte zum Sonntag

Die Zahl Vierzig

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Im Zuge der Währungsreform nach dem Krieg gab es für jeden im Westen vierzig D-Mark. Vierzig Jahre existierte die DDR. Wer sich in Deutschland zur Wahl des Bundespräsidenten stellt, muss mindestens vierzig ­Jahre alt sein. Ein Zufall? ­Gewiss. Vierzig Jahre zog das Volk Israel nach der ­Befreiung aus Ägypten durch die Wüste. Vierzig Tage war Mose auf dem Berg Sinai ­nahe bei Gott, bevor er die „Zehn Gebote“ auf Stein­tafeln ins Tal schleppte. Schon wieder vierzig. Ein Zufall?
Zahlen gehören zu unserem Leben. Zahlen in der ­Bibel sind selten Zufall. Sie haben oft eine besondere ­Bedeutung. Vierzig Tage oder Jahre gelten als eine Zeit der Vorbereitung, an deren Ende eine neue Epoche beginnt. Nach vier Jahrzehnten in der Einöde zieht Israel ins ­gelobte Land. Nach vierzig Tagen voller Entbehrungen und Einsamkeit in der Wüste beginnt Jesus öffentlich zu reden. Er findet Anhänger, spricht wegweisende Worte und wirkt Wunder. „Und er sprach: Die Zeit ist erfüllt und das Reich Gottes ist herbeigekommen. Tut Buße und glaubt an das Evangelium!“ (Markus 1,15).
Das ist die täglich aktuelle Einladung zum Glauben und damit zur Entdeckung. Jesus ist für uns da: Vierzig Tage, vierzig Jahre, ein Leben lang. Jesus will Menschen mit seinem Geist begaben, neue Orientierung geben und so die Welt erneuern. Vierzig ist die Zahl großer Veränderungen. Das Ende der DDR und damit der Teilung Deutschlands nach vierzig Jahren ist so gesehen auch bedenkenswert. Ein neuer Zeitabschnitt der Geschichte begann.

Gesegnete Zeit

Egmond Prill

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