4. März 2022
Thüringen

Worte zum Sonntag

Neid ist die Wurzel aller Übel

Symbolbild: Pixabay

„Neid ist die Wurzel aller Übel.“ Das ist eines der geflügelten Worte, die uns Lebenserfahrung zeigen.

Neid richtet sich nicht so sehr gegen andere, sondern zerfrisst vielmehr den Neider selbst. Neid ist Missgunst, dem anderen nicht gönnen, was er hat. Und der Gedanke wurmt im Herzen: Warum der oder die und nicht auch ich? Dabei ist interessant, dass wir nicht jedem die Millionen neiden. Unsere Helden im Sport werden selten beneidet. Sollen die dicke Autos und fette Konten haben, oder? Sie schießen gelegentlich Tore oder düsen mit Rennwagen siebzig Runden um die Kurven und scheffeln nebenher die Moneten. Aber Banker und Manager? Da lassen wir uns schnell von Neid-Kampagnen verführen und aufregen. Doch Neid zieht nach unten – mich, nicht die anderen. In der Bibel heißt es: „Besser ein Gericht Kraut mit Liebe als ein gemästeter Ochs mit Hass.“ (Sprichwörter 15,17). Das ist auch Lebensweisheit. Zufriedenheit beginnt mit dem Blick auf allen Reichtum, den ich habe. Neid schaut nur auf andere. Jesus will uns einen anderen Blick geben:

„Was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber sein Leben einbüßt? Um welchen Preis kann ein Mensch sein Leben zurückkaufen?“ (Matthäus 16,26). Andere Übersetzungen schreiben vom „Schaden an der Seele“. Es geht um das, was unser Leben ausmacht. Im Märchen „das kalte Herz“ tauscht der Kohlenmunk-Peter sein Herz gegen Reichtum. Bis er entdeckt, dass er so sein Leben verspielt. Lassen wir uns nicht vom Neid die Seele rauben.

Gesegnete Zeit

Egmond Prill

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