19. März 2022
Thüringen

Worte zum Sonntag

Gedanken des Friedens und der Versöhnung

Symbolbild: Pixabay

Der Name „März“ stammt aus dem ­alten Rom, der Monat war dem Kriegsgott „Mars“ ­gewidmet. In diesem Monat wurden damals auf dem „Marsfeld“ vor jeder größeren Stadt die Soldaten für die Sommerfeldzüge gemustert. Der altdeutsche Name ist weniger kriegerisch: „Lenzing, Lenzmond“. Nach langen und dunklen Monaten steigt die Sonne höher, kommen Licht und Wärme in die Welt. Eine Zeit zum freien Durchatmen. In Tschechien heißt der Monat „březen“, Monat „Birke“. Frisches Grün und neues Leben berühren unsere Sinne, geben uns ­Zuversicht und Hoffnung. Schneeglöckchen leuchten und läuten auf ihre Weise das Frühjahr ein.
In der Bibel finden wir ­Jubelverse wie diese: „Denn siehe, der Winter ist vergangen, der Regen ist vorbei und dahin. Die Blumen sind hervorgekommen im Lande, der Lenz ist herbeigekommen und die Turteltaube lässt sich hören in unserm Lande. Der Feigenbaum lässt Früchte reifen und die Weinstöcke blühen und duften.“ (Hoheslied 2,11-13). Gerade in diesen Tagen erinnern uns Kämpfe in der Ukraine an den römischen Kriegsgott, der die Welt durcheinanderbringt. „Mars“ bringt Tränen, Tod und Trauer. Wenden wir uns nicht besser an den lebendigen Gott der Bibel mit dem Ruf zum Frieden? Auch mit Andachten und ­Gebeten. Noch mehr: Lassen wir uns neu auch in unseren persönlichen Lebensbereichen von Gedanken des Friedens und der Versöhnung leiten. Verständigung und Vergebung beginnen oft direkt an der Haustür. Der Lenz lädt uns zum Leben ein.

Gesegnete Zeit.

Egmond Prill

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