Worte zum Sonntag - meinanzeiger.de
26. März 2020
Thüringen

Worte zum Sonntag

AUSHARREN

Foto: pixabay.de

Täglich gibt es neue Nachrichten zum Corona-Virus. Ansteckungsgefahren, Infektionszahlen, Todesraten. Neue Begriffe und Bestimmungen haben unseren Alltag verändert. „Betretungsverbote“ im öffentlichen Raum. Ausgangssperren – außer Arzt, Apotheke, Arbeit, Aldi und andere Läden für Lebensmittel.

Wir harren der Dinge und Zeiten, die kommen und hoffen, dass es bald vorüber ist. Nahezu untätig ohne Begegnungen und Berührungen müssen wir warten. Dabei geht unser Leben doch eher nach dem Grundsatz: Aufstehen, anpacken und arbeiten.  Denn: „Hoffen und harren macht manchen zum Narren.“ Dieses geflügelte Wort belächelt jene, die ihre Hände in den Schoß legen, beten und abwarten. Brauchen wir nicht beides? Zupackendes Arbeiten und vertrauendes Ausharren, wie es in diesem Gebet heißt: „Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“

In diesen Corona-Zeiten arbeiten weltweit Experten an passenden Impfstoffen und Heilmitteln. Und zugleich können wir wie der Psalmbeter unsere hilflose Lage vor Gott bringen und darauf vertrauen, dass er helfen wird: „Was betrübst du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken, dass er meines Angesichts Hilfe und mein Gott ist.“ (Psalm 43,5).

 

Gesegnete Zeit

Egmond Prill

 

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